EG-Ökoverordnung - Basis für Bio- oder Ökoprodukte

Der Sinn der EG-Ökoverordnung ist, eine anhaltend gute Qualität der Bio-Lebensmittel zu erhalten. Es gibt bestimmte Vorschriften, die erfüllt sein müssen, damit man seine Ware mit dem Biosiegel kennzeichnen darf.


Die EG-Ökoverordnung wurde ins Leben gerufen, um den Qualitätstand biologisch erzeugter Lebensmittel in einer Verordnung zu manifestieren. Solche Lebensmittel werden nach den geltenden rechtlichen Vorschriften der EG-Ökoverordnung produziert. Denn ein Großteil der Verbraucher legt heute zunehmenden Wert auf Geschmack und Qualität von Lebensmitteln, die unter für Natur und Tier schonenden Umständen produziert werden. Zur Orientierung und besseren Kennzeichnung einer solchen Produktionsweise wurde daher das Biosiegel geschaffen. Es bietet dem Verbraucher auch beim Einkauf im Supermarkt einen schnellen Überblick darüber, was Bio ist und was nicht. Denn im Dschungel der diversen Ökosiegel, mit denen die verschiedensten Hersteller heutzutage werben, kann diese gerade bei Verbrauchern mit wenig Kenntnissen Verwirrung stiften.

Details der EG-Ökoverordnung

  • Die EG-Ökoverordnung, deren Siegel das Biosiegel ist, wird daher als Basis für alle Bio- und Ökoprodukte, die auf dem europäischen Markt erhältlich sind, angesehen. Da es mittlerweile auch 80 verschiedene Siegel allein in Deutschland gibt, war dies zwingend notwendig, um den Verbraucher nicht völlig zu irritieren. Denn das Vertrauen in die Lebensmittelindustrie war vor allem nach der BSE-Krise deutlich geschwächt.
  • Die EG-Ökoverordnung legt seit 1988 Mindeststandards für pflanzliche Produkte, seit dem Jahr 2000 auch für tierische Nahrungsmittel, fest. Dies bedeutet, dass keine synthetischen Dünge- oder Spritzmittel zum Einsatz kommen dürfen. Auch gentechnisch veränderte Futtermittel oder gentechnisch verändertes Saatgut darf in der ökologischen Landwirtschaft nicht verwendet werden.

Die Kontrollen

  • Es ist auch erwünscht, dass die Landwirte ihre Futtermittel in erster Linie selbst erzeugen. Dennoch ist der Zukauf erlaubt, was in gewisser Weise eine Schwachstelle aufweist, die nur schwierig zu kontrollieren ist.
  • Jeder Hof, der nach der EG-Ökoverordnung seine Erzeugnisse erwirtschaftet, muss sich mindestens einmal jährlich einer Kontrolle unterziehen, wobei Stichproben von staatlichen Kontrollstellen oder beauftragten Unternehmen jederzeit erfolgen können.