Eifersüchtig auf das Kind des Freundes - Was tun?

Eifersüchtig auf das Kind des Freundes zu sein, ist oft der Grund für eine Trennung. Gespräche und Analysen können helfen, den Weg für Lösungen zu ebnen.


Je älter zwei Menschen sind, die eine Beziehung eingehen möchten, umso wahrscheinlicher ist es, das bei einem der beiden Partner bereits ein oder mehrere Kinder vorhanden sind - auch bei Männern kommt das vor. Diese sind für den jeweiligen Partner im Normalfall dann in der Regel die wichtigsten Menschen im Leben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Kinder dauerhaft im Haushalt leben oder nur während der Besuchszeit präsent sind. Eifersüchtig auf das Kind des Freundes zu sein, kann viele Ursachen haben, die es bei der Lösungsfindung vorab zu identifizieren gilt.

Das Problem bewusst machen

  • Wenn Streit entsteht, es zu sehr massiven Anschuldigungen gegen das Kind kommt oder sich das Kind scheinbar untypisch negativ verhält, besteht dringender Gesprächsbedarf. Eifersucht auf das Kind des Freundes wird nämlich über kurz oder lang nicht nur die Beziehung zerstören, sondern wahrscheinlich auch bei dem Kind nicht ohne seelische Spuren bleiben.
  • Im Regelfall hat das Kind nur den Liebesbonus, der systematisch von einer Person torpediert wird, die lebenserfahrener, raffinierter und noch dazu erwachsen ist. Ein Kind muss hier zwangsläufig, wenn auch unbewusst, mit verändertem Verhalten reagieren.
  • Die ersten Gespräche dazu sollten innerhalb der Beziehung stattfinden. Man braucht viel Einfühlungsvermögen, um die Eifersucht als Ursache zu erkennen, die Partnerin auf das bestehende Problem hinzuweisen, sich nicht in Vorwürfen zu ergehen und gemeinsam Lösungen zu finden.
  • Eifersüchtig auf das Kind des Freundes ist die Freundin vielleicht nicht ohne Grund. Behutsam sollten besonders markante Situationen gewählt werden, die zwischen Kind und Partnerin vorgefallen sind.
  • Auf dieser Grundlage kann die Freundin aus ihrer Sicht beginnen, ihre Denkweise zu analysieren, um sie so zur Erkenntnis und Ehrlichkeit zu bewegen, sich selbst ihr Verhalten einzugestehen oder dem Partner darzulegen, was er selbst zur Situation beiträgt. Ein Anfang ist damit getan.

Wie es weitergehen kann

  • Eifersüchtig auf das Kind des Freundes ist man, wenn der Partner die Freundin vernachlässigt und sie nur fehlendes, optisches Beiwerk zur Familie ist. Auch Kinder sind nicht zu unterschätzen. Aus Angst, den Vater an eine fremde Person zu verlieren, belegen sie diesen bewusst derart mit Beschlag, dass die neue Freundin oft nur noch zusehen kann.
  • Solange keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden soll, besteht die beste Chance auf eine Lösung darin, dass bei einer „Krisensitzung“ jeder sagen kann, was er denkt und fühlt. Daraus lassen sich Strategien entwickeln, in denen sich Freundin und Kind besser kennenlernen und die Möglichkeit haben, offen aufeinander zuzugehen.
  • Einfache Unterhaltungen über die Hobbys, Wünsche und Interessen bringen das Eis oft zum Schmelzen. Von Seiten der Erwachsenen sollte das möglichst ungezwungen und ungekünstelt ablaufen. Gemeinsam kann man sich gegenseitig in in sein Leben holen, um dem anderen das Gefühl zu geben, dass er nicht stört, sondern eine Bereicherung ist.
  • Toleranz und Einfühlungsvermögen sind in Momenten des Zusammenwachsens das wichtigste Handwerkszeug. Gemeinsame Unternehmungen, die (nacheinander) die einzelnen Wünsche berücksichtigen, lassen im Laufe der Zeit ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entstehen.
  • Wenn die Antipathie gewissermaßen naturgegeben ist, kann man sich zumindest auf einen respektvollen Umgang miteinander einigen. Eifersüchtig auf das Kind des Freundes zu sein, ist dann nur noch eine unschöne Erinnerung.