Ein denkmalgeschütztes Haus kaufen: Das gilt es zu beachten

Ein denkmalgeschütztes Haus bietet beim Kauf steuerliche Vorteile und Abschreibungs-möglichkeiten, wenn der Besitzer in den schützenswerten Gebäudeerhalt investiert.


Immer mehr Menschen geben dem Charme einer gebrauchten Immobilie gegenüber dem klassischen Neubau den Vorzug. Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Im Denkmal wohnen – spezielle Bedingungen gelten

  • Ein denkmalgeschütztes Haus ist repräsentativ und ermöglicht eine Wohnqualität der außergewöhnlichen Art. Doch darüber hinaus bietet der Erwerb einer solchen Bestandsimmobilie auch steuerliche Vorteile und erweist sich als ideale Kapitalanlage.
  •  Nicht nur der Anleger, sondern auch der Selbstnutzer profitiert von all diesen Vorzügen, denn über einen Zeitraum von zwölf Jahren verteilt, sind prozentual Aufwendungen abzuschreiben, wobei die Bemessungsgrundlage die beim Erwerb anfallenden Kosten für die Sanierung darstellt.
  • Die Abschreibungsmodelle fallen insbesondere bei Vermietern und Kapitalanlegern günstig aus. Jedoch müssen auch besondere Kriterien berücksichtigt werden. So bestimmen die regionalen Denkmalschutzbehörden, welche baulichen Maßnahmen vom neuen Eigentümer durchgeführt werden dürfen. Schließlich sind die Behörden dafür da, den erhaltenswerten Teil eines Denkmals im Sinne des öffentlichen Interesses zu schützen.
  • In der Regel muss der Eigentümer dafür sorgen, dass Erker und Balkone erhalten bleiben und auch Stuckverzierungen, die den Baustil einer denkmalgeschützten Immobilie stark mitbestimmen, müssen erhalten bleiben.

Denkmalschutzbehörde bestimmt Umfang baulicher Maßnahmen

  • Ein denkmalgeschütztes Haus weist oft energetische Schwachstellen auf. Der neue Hausbesitzer verfolgt somit oft das Ziel, grundlegende und energiesparende Sanierungen durchzuführen, um an Heizkosten einzusparen. Doch die Denkmalschutzbehörde gibt auch beim Einbau neuer Fenster und Türen exakt die Kriterien vor.
  • Somit kann der Immobilienbesitzer bauliche Veränderungen erst dann auf den Weg bringen, wenn die Denkmalschutzbehörde grünes Licht gegeben hat. Sie muss auch im Einzelfall bescheinigen, für welche Gebäudeteile eine steuerliche Abzugsfähigkeit beim Finanzamt geltend gemacht werden kann.
  • Alle, die sich für ein Baudenkmal entscheiden, sollten prüfen, welche energetischen Sanierungen bereits vorgenommen wurden und welche Möglichkeiten bestehen, selber bauliche Veränderungen vorzunehmen.
  • In die Überlegungen, ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen, muss auch die Höhe der Unterhaltskosten einbezogen werden. In der Regel weisen alte Gebäude auch keine Dämmung der Fassade und des Daches auf. Mit dem Denkmalschutzamt muss abgeklärt werden, in welchem Maße eine Nachdämmung möglich ist, bevor man sich entschließt, ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen.