Ein Fass richtig anstechen - so gelingts

Beim Bier-Fass richtig zapfen benötigt etwas Feingefühl beim Einschlagen des Hahns, da sich ansonsten das in einem Schwall über die Gäste ergießt.


Um nach einem langen Arbeitstag ein gezapftes „Helles Blondes“ zu genießen, muss man schon lange nicht mehr in die Kneipe ums Eck gehen, denn Bierfässer sind auch für den Hausgebrauch erhältlich. Doch es ist nicht ganz so einfach, Bier selbst zu zapfen, da man das Fass richtig anstechen muss, damit der Gerstensaft danach auch so schmeckt wie er soll.

 

Gute Vorbereitung ist das A und O für den ungetrübten Biergenuss

  • Besonders beliebt sind Fässer zum selbst Zapfen bei Grillfesten. Es geht doch nichts über den zünftigen Biergenuss zum fetten Spanferkel oder zu den saftigen Bratwürsten. Doch das Fass richtig anstechen erfordert Einiges an Geschick, da es dabei einige Grundregeln zu beachten gilt.
  • Wichtig ist zuerst einmal, dass das Fass nach dem Transport einige Zeit ruht, da sich sonst beim Anstechen zu viel Schaum bildet. Außerdem sollte es vor Gebrauch gekühlt werden, da lauwarmes Bier niemandem schmeckt. Damit die Temperatur des Gerstensafts konstant bleibt, kann man das Fass während des Festes mit feuchten Handtüchern umwickeln und immer wieder Eiswürfel auf das Fass legen.

 

Ein Fass richtig anstechen ist Übungssache

  • Zuerst wird die dem Holzhahn beigefügte Gummidichtung (bei modernen Messinghähnen ist die Dichtung bereits integriert), ohne dass sie irgendwo übersteht, in die Zapföffnung am unteren Ende des Fassmantels gesteckt. Nun muss man das Fass richtig anstechen. Man setzt den geschlossenen Hahn an und schlägt ihn kräftig mit einem Holzhammer in das Fass, wobei dieses festgehalten werden sollte, damit es nicht wegrutscht.
  • Da das Behältnis unter Druck steht, ist jetzt Vorsicht beim Öffnen des Zapfhahnes geboten, im schlimmsten Fall sprüht der Gerstensaft zu schnell aus dem Behälter und dem Gastgeber direkt ins Auge. Der erste Bierschwall wird weggegossen, danach kann fröhlich gezapft werden, wobei das Glas immer schräg gehalten wird und das Bier an der Wand entlang ins Glas laufen sollte.
  • Lässt der Druck dann nach, das erkennt man daran, dass das Bier langsamer aus dem Hahn rinnt, muss man die zweite Öffnung im Deckel des Fasses einschlagen und ein Entlüftungsventil (oder einen zweiten Hahn) einsetzen, damit Luft in den Behälter eindringen kann.