Ein Feuerwerk fotografieren: Tipps und Tricks

Wer ein Feuerwerk fotografieren will, steht vor einer kniffligen Herausforderung. Unter Beachtung einiger Tricks und Tipps sollten optimale Aufnahmen allerdings kein Problem darstellen.


Ob an Silvester oder auf der Kirmes, um ein farbenprächtiges Feuerwerk fotografieren zu können, muss man sich mit einigen Problematiken auseinandersetzen. Kameras mit vielen Automatikfunktionen kommen schnell an ihre Grenzen, wenn im dunklen Nachthimmel plötzlich ein heller Feuerwerkskörper erscheint und genauso schnell wieder verschwunden ist, bevor der Autofokus das Objekt überhaupt erfassen konnte. Doch mit der richtigen Ausrüstung und unter Beachtung einiger Hinweise können die faszinierenden Momente problemlos festgehalten werden.

Die passende Ausrüstung

  • Eine angemessene Ausrüstung ist für eine optimale Feuerwerksfotografie unverzichtbar. Dazu zählt eine Kamera, die die Möglichkeit bietet, alle Einstellungen manuell festzulegen (ISO-Wert, Belichtung, Blendenwert, Fokus) sowie ein Stativ und ein Fernauslöser zur Verhinderung von Verwacklungen.
  • Ein Selbstauslöser ist dagegen nicht empfehlenswert, da der richtige Auslösezeitpunkt in einem sehr kleinen Zeitfenster liegt. Optional kann auch eine Taschenlampe durchaus hilfreich sein, um in der Dunkelheit leichter Einstellungen an der Kamera vornehmen zu können.

Der optimale Standort

  • Suchen Sie sich schon frühzeitig einen passenden, leicht erhöhten Standort, der nicht zu nah am Geschehen liegt und es Ihnen somit ermöglicht, das ganze Feuerwerk zu überblicken.
  • Platzieren Sie sich möglichst nicht in der Nähe von hellen Lichtquellen wie Straßenlaternen oder Wohnhäusern, da ansonsten Streulichter das Ergebnis negativ beeinflussen könnten und meiden Sie zudem größere Menschenansammlungen, damit niemand die Fotoausrüstung anrempelt oder durch das Bild läuft, während Sie gerade das Feuerwerk fotografieren wollen.

Kameraeinstellungen

  • Stellen Sie ihre Kamera auf den manuellen Modus und deaktivieren Sie den Autofokus, da dieser für die schnell auftauchenden Feuerwerkskörper nicht geeignet ist.
  • Stattdessen sollte der Fokus per Hand auf unendlich gestellt werden. Des Weiteren sollte die Einstellung der Blende möglichst groß (11, 16, 22) und der ISO-Wert dagegen eher gering gewählt werden, optimalerweise ein Wert unter 100, um beim Feuerwerk fotografieren ein Bildrauschen zu verhindern.
  • Stellen Sie zudem den Blitz ab und wählen Sie entweder eine Belichtungszeit von etwa zwei Sekunden oder die Langzeitbelichtung „Bulb“ aus.

Der Fotografiervorgang

  • Wenn Sie schließlich die Kamera auf das Stativ geschraubt und alle Einstellungen vorgenommen haben, können Sie das Feuerwerk fotografieren. Hierbei stellt sich jedoch noch die Schwierigkeit, den richtigen Auslösezeitpunkt zu finden.
  • Dieser sollte je nach Auslösezeit der Kamera zwischen dem Abfeuern des Feuerwerkskörpers und allerspätestens dessen Explosion liegen.
  • Machen Sie zunächst möglichst viele Aufnahmen und sortieren Sie erst später die misslungenen Fotos aus. Es empfiehlt sich, zwischenzeitlich zu überprüfen, ob die Helligkeit der schon geschossenen Fotos angemessen ist.
  • Sollte das Feuerwerk in der Nähe einer Wasserfläche stattfinden, lohnt es sich im Übrigen, diese mit in den Bildausschnitt zu nehmen, da die entstehenden Spiegeleffekte durchaus ansehnlich sind.