Ein Praktikum machen – was bringt´s?

Ein Praktikum machen gehört heute zum Alltag jedes jungen Menschen und bereichert den Lebenslauf gerade in umkämpften Berufsfeldern in entscheidender Weise.


Praktika sind heute ein normaler Bestandteil des Arbeitslebens. Während die meisten den ersten Kontakt mit dieser speziellen Form der Arbeit schon in ihrer Schulzeit gemacht haben, sind es gerade die Praktika nach oder während eines Studiums, respektive einer Ausbildung, die entscheidend sein können. Dabei hat sich die Rolle des Praktikums in den letzten zwanzig Jahren stark gewandelt.

 

 

 

Praktikadienen zur Berufsorientierung

  • Ursprünglich nur zur Orientierung für einen später auszuübenden Beruf gedacht, gehören sie heute zum festen Bestandteil des Lehrplans vieler Studiengänge und können in einer Reihe von Branchen als Schlüssel zu einer späteren Anstellung verstanden werden.
  • Ein Praktikum machen kann dabei auf verschiedene Art und Weise von Nutzen sein – im besten Falle schaut man in einen Bereich des Wirtschaftslebens hinein und findet für sich das genau richtige. Fast ebenso nützlich kann die Erkenntnis sein, dass der vermeintliche Traumberuf einem in Wirklichkeit gar nicht gefällt.

 

Was ein Praktikum machen sein sollte und wie man es am besten nutzt

  • Ein Praktikum machen, sollte dem Praktikanten die Möglichkeit geben, die Arbeitsabläufe eines Betriebes oder einer Branche kennen zu lernen. Dies kann sich auf einen Bereich beschränken oder in einem Durchlauf durch verschiedene Abteilungen bestehen.
  • Es empfiehlt sich auch, vor Antritt eines Praktikums über eine angemessene Vergütung zu verhandeln. Zumindest größere Firmen zahlen eine Aufwandsentschädigung von bis zu 400 Euro im Monat.
  • Wer sich schon gleich nach der Schule oder früh während des Studiums zu einem klar umrissenen Beruf entschließt, der kann durch die geschickte Auswahl von Praktika seinen Lebenslauf im Vergleich mit anderen Aspiranten attraktiver gestalten und wichtige Kontakte für das spätere Berufsleben knüpfen.

 

Missbrauch und Praktikumswirtschaft

  • Obwohl ein Praktikant weder eine vollständige Arbeitskraft ersetzen, noch nur zum Kopieren und Kaffee machen missbraucht werden sollte, kommt dies immer wieder vor.
  • Insbesondere im letzteren Fall sollte man das Praktikum umgehend abbrechen, da der Aufwand an Zeit in keinem Verhältnis zum Erfahrungsgewinn steht.
  • Zudem gibt es in einigen besonders attraktiven Berufsfeldern, insbesondere in der Musik- und Kulturbranche, Geschäftsmodelle, die nur durch den Einsatz unbezahlter Praktikanten rentabel sind.
  • Hier sitzt man in der Zwickmühle, da gerade in diesen Berufsfeldern Praktika zu den unbedingten Vorraussetzungen gehören, um in diesen Bereichen arbeiten zu können.