Ein Tafelspitz Rezept

Nicht nur ein Tafelspitz Rezept, sondern auch ein wenig Wiener Geschichte wir Ihnen im Folgenden ein bisschen näher gebracht.


Ein Tafelspitz Rezept: Der Legende nach wurde der Tafelspitz im berühmten Hotel Sacher in Wien erfunden, um die Militärs des Hofes zu verköstigen. Franz Joseph I aß sehr rasch und nur wenig von jedem Gericht. Nach der strengen Hofetikette war der Kaiser der erste und der letzte der einen Bissen zu sich nahm. Dies war für die Gäste und besonders für die Hohen Militärs des Hofes ziemlich schlecht, da sie bis dahin ihre Speisen oft nicht einmal serviert bekommen hatten. So gingen sie nachher immer ins nahegelegene Hotel Sacher, wo schon seit Stunden ein Gericht für sie köchelte, dem diese lange Zubereitungsdauer nicht schadete, sondern welches dadurch sogar noch besser wurde – der Tafelspitz.

Ein Tafelspitz Rezept – die Zutaten

  • Etwa 2 kg Tafelspitz mit Fetteindeckung
    750 g Rindsknochen
    3 Karotten
    3 gelbe Rüben
    1 kleiner Sellerie
    1 Zwiebel
    2 Lorbeerblätter
    10 Pfefferkörner
    2 Wacholderbeeren
    Salz
    etwas Schnittlauch

Ein Tafelspitz Rezept – die Zubereitung

  • Für dieses Tafelspitz Rezept stellt man etwa fünf Liter kaltes Wasser in einem großen Topf auf. Die Knochen werden gewaschen und aufgekocht. Das Fleisch, die Lorbeerblätter, sowie Pfefferkörnern und Wacholderbeeren zugeben und zwei bis zweieinhalb Stunden bei schwacher Hitze köcheln lassen. Den aufkommenden Schaum, sollte man immer wieder abschöpfen.
  • Die ungeschälte Zwiebel wird halbiert und in einer Pfanne ohne Fett an den Schnittflächen dunkelbraun angeröstet. Das Gemüse schneidet man in grobe Würfel und fügt es dann gemeinsam mit den Zwiebelhälften der Suppe zu. Das Ganze lässt man eine knappe Stunde weiterkochen, bis das Fleisch schön weich ist. Nun wird das Fleisch herausgenommen und die Suppe abgesiedet.
  • Danach wird der Tafelspitz in Scheiben geschnitten und am besten auf vorgewärmten Tellern angerichtet, mit etwas Suppe begossen und mit Salz sowie Schnittlauch bestreut. Als Beilage zu dieser altwiener Spezialität eignen sich besonders Braterdäpfel, Schittlauchsauce, Semmel- oder Apfelkren, sowie Dillfisolen, Cremespinat und Kohlgemüse.
  • Das Fleisch sollte man nicht salzen, solange es noch in der Suppe kocht, da es sonst rot und zäh wird. Die übriggebliebene Suppe kann nach Belieben mit diversen Einlagen wie zum Beispiel Griesnockerl, Frittaten oder Leberknödel gegessen werden.