Einbauküche komplett einrichten

Beim Kauf und der Einrichtung einer Einbauküche gibt es einiges zu beachten. Sie können Ihre Einbauküche komplett bestellen und einbauen lassen oder auch selbst Hand anlegen und Ihre Traumküche individuell gestalten.


Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein bestand eine Küche aus verschiedenen Einzelelementen. Herd, Arbeitsfläche und Schränke waren getrennt angeordnet. Die sogenannte „Frankfurter Küche“ der Architektin Margarette Schütte-Lihotzky gilt als allererste Einbauküche, so wie wir sie heute kennen. Heute wird eine Küche so geplant, dass zum einen der zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt wird und zum anderen alle Arbeitsabläufe so schonend und schnell wie möglich vonstatten gehen können. Dieses Prinzip liegt einer Einbauküche zugrunde.

Bestandteile einer Einbauküche

  • Obwohl jede Einbauküche komplett einmalig ist, zeichnet sie sich dadurch aus, dass es standardisierte Größen und Funktionen gibt. So enthält jede Küche eine Spüle, Kochfeld, Arbeitsplatte sowie diverse Schränke, Fächer und Schubladen für das Zubehör und Kochgeschirr. 
  • Dazu gehören des Weiteren verschiedene Hoch- und Unterschränke. Weitere nötige Bestandteile sind eine Spülmaschine, Mikrowelle, Gefrierkombinationen und eine Dunstabzugshaube. Ideal für kleine Räume und junge Familien sind Wohnküchen, in denen gleichzeitig gekocht und gelebt wird. So kann das Kind beispielsweise am Tisch seine Hausaufgaben machen, während die Mutter das Essen zubereitet. 

Einbauküchen auch für Mini-Küchen

  • Auch die kleinste Küche kann mit einer Einbaulösung versehen werden. Voraussetzung ist allerdings eine gezielte Planung, sodass jede Ecke optimal genutzt wird. So sollte statt einer herkömmlichen Spüle etwa eine Eckspüle gewählt werden. Auch sogenannte Auszüge schaffen extra Stauraum: Dabei handelt es sich um besonders große Schubladen, die jede Menge Platz für das Küchenzubehör bieten. 
  • Ebenfalls praktisch ist ein Apothekerauszug, ein herausziehbarer Schrank mit mehreren Etagen. Der Vorteil: Sie können Ihre Vorräte von beiden Seiten einsehen. Sockelschubladen und Eckschränke mit drehbarem Karussell sind zusätzliche Ideen für eine kleine Küche. Auch die Höhe des Raumes sollte genutzt werden, etwa durch extra lange Hochschränke.

Holz oder Edelstahl

  • Wer zum ersten Mal eine Einbauküche plant, wird viele große und kleine Entscheidungen treffen müssen. Holz oder Furnier, Kochplatten oder Ceranfeld, matte oder glänzende Fronten? Es gibt viele verschiedene Ausführungen, die individuell an den Kundenwunsch angepasst werden können, denn keine Küche gleicht der anderen. 
  • Nur eine der vielen Auswahlmöglichkeiten ist die der richtigen Arbeitsplatte. Kunststoff, Edelstahl, Echtholz oder Naturstein? Je nach Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget müssen Sie nun wählen. Die hochwertigste Variante ist zweifellos Naturstein: Er ist kratzfest, hitzbeständig und nahezu unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Einbau vom Profi oder in Eigenregie

  • Haben Sie Ihre Einbauküche komplett ausgesucht und bestellt, wird sie in vielen Hundert Einzelteilen geliefert. Schon im Küchencenter müssen Sie entscheiden, ob Sie selbst aufbauen wollen oder – gegen einen Aufpreis – erfahrene Handwerker ran sollen. 
  • Sie können versuchen, eine Einbauküche in Eigenregie fertigzustellen, empfehlenswert ist es aber nicht. Sie benötigen viel mehr Zeit, brauchen umfangreiches Gerät und schon bei der kleinsten Unregelmäßigkeit, kann es Probleme geben, etwa, wenn Teile fehlen oder der Raum nicht völlig eben ist. 
  • Ein weiterer Vorteil des Profi-Aufbaus: Wenn beim Aufbau etwas beschädigt wird, muss die beauftragte Firma oder das Möbelhaus für den entstandenen Schaden geradestehen.