Eine Gans braten - Tipps vom Küchenprofi

Ob für Weihnachten, Silvester oder einen Geburtstag, eine Gans ist immer die optimale Wahl für ein festliches Essen. Wenn man sich daran macht, eine Gans zu braten, sollte man jedoch die Tipps vom Küchenprofi beachten.


Die Zubereitung einer perfekten Gans für ein leckeres Essen lohnt sich allemal. Wer eine Gans braten will, muss einige Tipps beachten, damit es ein tolles Festmahl wird. Beim Kauf der Gans sollte man unbedingt darauf achten, dass man ein Tier aus der Freilandhaltung kauft. Hier sollte keine „Stopfgans“ in den Einkaufskorb wandern. Zur Arbeitserleichterung sollte die Gans schon gerupft und ausgenommen sein. Dann kann man sich an das Projekt "eine Gans braten" heranwagen.

Eine Gans braten: Vorbereitung und Ofenzeit

  • Die Gans muss zuerst gründlich gewaschen werden, anschließend geht es an die Füllung. Die klassische Füllung besteht aus Äpfel, Birnen und Zwiebel, welche in einer Pfanne angedünstet werden. Zusätzlich kommen, je nach Geschmack, Rosinen, Petersilie, Majoran, Basilikum und etwas Nüsse in die Füllung. Die perfekte Würzung erreicht man mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat.
  • Die Füllung wird dann in die Gans gegeben und die Öffnung mit einem Garn oder Zahnstochern geschlossen. Die Flügel und Beine werden fest an den Körper gebunden. Dieser Vorgang verhindert, dass die Spitzen zu dunkel werden. Das Backrohr muss auf circa 180 Grad vorgeheizt werden. Bevor man die Gans braten kann, wird sie noch mit Salz und Pfeffer gewürzt.
  • Im Bräter wird die Gans von allen Seiten angebraten und erhält eine schöne gleichmäßige Bräune. Anschließend mit der Brustseite nach oben im Backofen braten. Nach 30 Minuten das Essen mit Fond – je nach Wunsch Gemüse- oder Geflügelfond – aufgießen. Wichtig ist, dass sie regelmäßig mit dem Bratensaft übergossen wird. Die Garzeit beträgt circa zwei Stunden im Backofen. 

Profitipps: Die Soße und die Beilagen 

  • Eine Gans braten ist eine Sache, die Zubereitung der Soßen und der Beilagen eine andere. Für eine leckere Soße den Bratensaft in einen Topf geben und das Fett abschöpfen. Anschließend noch mit Fond aufgießen und abschmecken. Traditionell wird Rotkohl mit Klößen als Beilage serviert. Es muss kein zusätzliches Fett verwendet werden, da das Tier von sich aus schon sehr fett ist. Die Garprobe findet an der dicksten Stelle der Gans statt. Tritt kein rötlicher Saft aus, dann wurde perfekt gebraten.
  • Eine Gans kann auch bei 100 Grad gebraten werden, jedoch beträgt die Garzeit dann über fünf Stunden und das Tier muss vor dem Garen mit heißem Fett übergossen werden, damit sich die Poren schließen. Der Vorteil daran ist, dass die Gans etwas saftiger bleibt. Eine Gans zu braten ist, wenn auch zeitaufwendig, so doch kein Hexenwerk und man wird am Ende mit einem ansehnlichen, köstlichen kulinarischen Gericht belohnt.