Eine Hyposensibliliserung kann bei einer Allergie beschwerdefrei machen

Bei einer Hyposensibilisierung werden dem Betroffenen in sehr geringer Menge die Allergene, auf die er reagiert, per subkutaner Injektion verabreicht. Diese Dosis wird langsam gesteigert, um die Allergie zu schwächen.


Rund 16% der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einer Pollenallergie. Die Betroffenen haben unter anderem mit Niesreiz, Augentränen, Atemnot und Husten zu kämpfen und riskieren bei jedem Spaziergang im Freien heftige Allergieattacken. Doch sie können sich auch vor den unangenehmen und schmerzhaften Begleiterscheinungen der Pollenallergie schützen. Anders als Nasenspray, Augentropfen und medikamentöse Behandlung schützt eine Hyposensibilisierung langfristig vor den lästigen Effekten der Allergie.

Bei einer Hyposensibilisierung wird die Wirkung der aggressiven Allergene reduziert. Dabei werden dem Betroffenen zunächst in sehr geringer Menge die Allergene, auf die er reagiert, per subkutaner Injektion verabreicht. Diese Dosis wird langsam gesteigert, wobei das Immunsystem schrittweise gestärkt wird und Antikörper hergestellt werden. Recht neu ist die bequemere Variante der Hyposensibilisierung, bei der die Allergene statt Injektion in Tropfenform unter die Zunge gegeben werden. Diese Behandlung wird als sublinguale Immuntherapie bezeichnet.

Die Hyposensibilisierung zeichnet sich durch eben diesen schrittweisen Aufbau von Antikörpern aus, weshalb die Behandlung auch im Durchschnitt drei Jahre dauert, da sie in größeren Dosen nur in der pollenfreien Zeit durchgeführt werden kann. Doch trotz dieser langwierigen Therapie beweist sich die Hyposensibilisierung als eine zuverlässige Art der Heilung. Rund 70-80 % der Patienten verspürten nach erfolgreicher Therapie keinerlei Beschwerden mehr. 

 

Die Hyposensibilisierung hilft nicht nur bei der Pollenallergie. Die Methode ist auch bei anderen Allergien mit unangenehmen und schmerzhaften Symptomen wie zum Beispiel bei Insektengiftallergien oder Allergien gegen Katzenhaare wirksam. Egal, welche Abhilfe eine Hyposensibilisierung auch leisten soll, wichtig ist es in jedem Fall, sich an einen Allergologen zu wenden.  Dieser kann den Patienten auf betreffende Allergene testen, da die Hyposensibilisierung nur bei einer individuellen Therapie zum Erfolg führt.