Eine kleine Schuh Geschichte

Hier wird die Schuh Geschichte, der Sinn und die Entwicklung von unseren geliebten \"Tretern\" näher beschrieben.


Schuhe sind der Spiegel der Seele. Ein Blick nach unten verrät fast alles, was man über einen Menschen erfahren kann. Sie sind teuer, gepflegt, abgestoßen oder farbenfroh. Das eigene Schuhwerk wird zum Tableau innerer Befindlichkeiten. Schuhe sind Ausdruck von Rebellion und Meinungsäußerung, nicht zuletzt bedeuten sie aber auch Prestige und Ansehen in einer Gruppe. Hier erfahren Sie etwas mehr über die Schuh Geschichte.

Sklaven immer barfuß
Die ursprünglich als Schutz gedachte Hülle entwickelte sich schnell zu einem Statussymbol, das anzeigte, welchen Rang man in der Gesellschaftshierarchie einnahm. In Ägypten besaßen nur die Pharaonen das Privileg, ihre Füße mit gold- oder silberfarbenen Sandalen zu bedecken. Der Bürger lief barfuß. Schuh oder nicht Schuh war aber nicht nur im alten Ägypten die entscheidende Frage. Auch im antiken Rom verriet der Blick auf den Fuß den Stand in der Gesellschaft. Auch hier liefen die untersten Schichten barfuß, in diesem Fall Sklaven.

Schuhschmuck
Das Vorhandensein von Schuhwerk wurde durch die Ausschmückung des Schuhs ersetzt. Im Mittelalter erkannte man an der Länge des Schuhs, wie wichtig eine Person im gesellschaftlichen Gefüge war. Die Länge der Spitze nahm je nach Bedeutung in der Gesellschaft ab. Die damals modernen Schnabelschuhe waren angesehenes Modeaccessoire. Überhaupt scheint es fast so, dass der Schuh in den seltensten Fällen der Fußanatomie angepasst war. Umso mehr der Schuh den Fuß einengte, umso angesehener war er. Man denke nur an die heutigen High Heels.

Die verschiedenen Regularien und Vorschriften spiegeln auf wunderbare Weise politische Machtverhältnisse und gegenwärtige Modererscheinungen wider. So war im Frankreich des 16. Jahrhunderts, beispielsweise die Länge der Schuhspitze gesetzlich geregelt. Der Sonnenkönig Ludwig, der Vierzehnte erließ, dass nur er und andere Adlige rote Absätze tragen durften.

Jesuslatschen und Plateausohlen
Zur Zeit der Friedensbewegung, in den 60er und 70er Jahren trugen die Hippies bevorzugt flache Sandalen die so genannten Jesuslatschen. In Andenken an diese Zeit kreierte die Schuhindustrie bunte, mit Perlen und Stickereien besetzte Schuhe. In dieser Zeit ebenfalls beliebte Modelle waren Plateaustiefel. Sie waren Ausdruck jugendlicher Rebellion. Der hohe Absatz erhob den rebellischen Zögling symbolisch über die Werte seiner Eltern.

Schuh Geschichte: Mode
Heute sind Schuhe vor allem Modeobjekt. Trendbewusste junge Frauen tragen abwechselnd Turnschuhe, Stiefel oder High Heels. Nur in einigen wenigen Fällen haben Schuhe noch gruppenbildende Funktion. So zum Beispiel bei Skateboard fahrenden Jugendlichen, Punks oder Neonazis. Die bei Neonazis beliebten Springerstiefel charakterisieren sie in der Öffentlichkeit als das, was sie sind. Zusätzliche weiße Schnürsenkel verdeutlichen die innere Gesinnung. Rote Schnürsenkel hingegen lassen einen anarchistisch eingestellten Punk zutage treten.