Einen Freund mit 13 - so klären Sie Ihr Kind richtig auf

Einen Freund mit 13 zu haben ist für ein Kind eine große Herausforderung - unterstützen Sie mit gezielter, kompetenter Aufklärung die sexuelle Entfaltung Ihres Kindes!


Ohne Frage - einen Freund mit 13 Jahren zu haben erscheint vielen besorgten Eltern als sehr früh. Mittlerweile hat sich dieses Alter für Beziehungen allerdings vollständig etabliert. Es ist also keinesfalls Anlass für Panik gegeben. Dennoch ist es wichtig, dieses Thema nicht gänzlich unbeachtet zu lassen. Teenager brauchen viele gute Ratschläge, um das Thema Sexualität in Freiheit und Sicherheit erleben zu können.

Vertrauliche Atmosphäre als Grundlage für ein tiefgründiges Gespräch

  • Wer sein Kind aufklären möchte, sollte sich dessen bewusst sein, um welche Art von Gesprächspartner es sich bei einer Dreizehnjährigen handelt: in diesem Alter der aufkommenden Pubertät sieht sich das Kind als ebenbürtiger Gesprächspartner an.
  • Entsprechend sollte man nicht beginnen, dem Kind vom Urschleim aus jedes einzelne Detail zum Thema Sex zu vermitteln. Einen Freund mit 13 zu haben heißt schon lange nicht mehr, naiv und uninformiert an die Sache heranzugehen.
  • Es ist selbstverständlich, dass vor allem durch Informationen von Freundinnen und aus der Schule die Sexualität in ihren Grundzügen bereits bekannt ist. Um in diesem Punkt sicherzugehen, sollten Sie Ihr Gespräch durch eine rhetorische Frage einleiten.
  • Beispielsweise: "Wie das Ganze funktioniert, dürfte dir ja schon bekannt sein, oder?". So verdeutlichen Sie, dass Sie davon ausgehen, ihr Kind wisse bereits viel auf diesem Gebiet, ohne mögliche Fragen offen zu lassen. Ihr Kind wird sich daraufhin akzeptiert fühlen und fähig sein, offener über das Thema Sex zu sprechen. 
  • Einen Freund mit 13 zu haben birgt natürlich gewisse Risiken. Als Erziehungsberechtigte sollten Sie deshalb Aufklärung vor allem im Bereich der Verhütung betreiben. Der eigentliche Akt sollte nur ansatzweise Thema des Gespräches sein.
  • Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sich selbst zu entdecken. Sie selbst setzen lediglich einen Rahmen für diese Entdeckungsreise. Auch sollte im Gespräch stets - und mitunter auch wiederholt - betont werden, dass es sich um ein freiwilliges Gespräch handelt.
  • So wird verhindert, dass sich Ihr Kind verschließt und sich durch das Gespräch bedrängt fühlt. Bieten Sie jederzeit die Möglichkeit, das Gespräch abzubrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

Verhütung und Safer Sex

  • Zentraler Bestandteil der Aufklärung sollte bei Verhütung speziell das Thema Aids sein. Jugendliche unterschätzen besonders in diesem jungen Alter die Gefahren, die von dieser leicht übertragbaren Krankheit ausgehen. Zwei Millionen Menschen sterben jährlich an dieser Form von Immunschwäche.
  • Verhütungsmittel wie Kondome, die gezielt der Übertragung des HI-Virus verbeugen, sollten dem Kind als natürlicher und ständiger Begleiter in der Sexualität vermittelt werden.
  • Einen Freund mit 13 haben bedeutet, erste sexuelle Prägungen zu erfahren - Kondome sollten hier von Anfang an ein schützender Helfer sein. Auch wenn es anfangs Gelächter geben wird: nutzen Sie Hilfsmittel wie eine Banane, um die korrekte Anwendung zu visualisieren.
  • Nachgewiesenermaßen sind Kinder besonders für spielerisches Lernen empfänglich - machen Sie sich diesen Vorteil zu Nutze. Wenn ein Mädchen einen Freund mit 13 hat, wird sie zweifellos auch die Pille in Erwägung ziehen. Und gerade diese hormonbasierte Verhütungsmethode bereitet vielen Kindern Kopfzerbrechen.
  • Beschränken Sie diesen Teil der Aufklärung deshalb nicht auf ein simples Gespräch, sondern suchen Sie Kontakt zu einem Frauenarzt. Dieser wird ihrem Kind in einem Gespräch detaillierte Informationen zu Risiken und Chancen dieser Verhütungsmethode aufzeigen.
  • Denn gerade die Pille ist dafür verantwortlich, dass heute nur noch 16 von 1000 Mädchen im Teenageralter ungewollt schwanger werden.