Einen Liebesbrief schreiben - das kennen Sie vielleicht noch aus ihrer Kindheit. Die unschuldigen Briefe, in denen man dem Klassenkameraden gesteht, wie süß man ihn findet. Doch was ist mit ernsthaften Liebesbekundungen im Erwachensenalter? Wenn die Liebe richtig zugeschlagen hat und man auf rosaroten Wölkchen schwebt, verspürt man doch hin und wieder das Bedürfnis, es dem Partner auf eine besonders schöne Weise mitzuteilen. Außerdem, wer freut sich nicht, einen ehrlichen Liebesbrief zu bekommen, der nicht nur aus geschwafelten Phrasen besteht? Es muss nicht immer gleich ein zweiseitiger Gefühlsschwall sein. Auch kleine liebevolle Notizen, die morgens am Badezimmerspiegel hängen, oder liebe Sms beziehungsweise Emails zwischendurch versüßen dem anderen den Tag. Um ein wenig Romantik beizubehalten, heißt es also: Liebesbriefe schreiben!
Anfang und Überwindung
Das Schwierigste beim Liebesbrief Schreiben, wie auch bei vielen anderen Dingen, ist mit Sicherheit, überhaupt einen Anfang zu finden. Nachdem man schließlich eine halbe Stunde vor einem leeren Blatt Papier gesessen hat, ist der nächste Schritt meist aufzugeben und es erst einmal sein zu lassen. Es spielt auch immer ein wenig die Angst eine Rolle, sich zu blamieren, wenn man sich dem anderen soweit öffnet. Der andere könnte es schließlich albern finden, kitschig oder einfach „too much“. Doch eines kann man sich als Grundsatz schon einmal im Kopf verankern und das gilt für alle Lebenslagen: Es ist immer besser, ehrlich zu seinen Gefühlen zu stehen und diese auch zum Ausdruck zu bringen. Selbst wenn man sich im schlimmsten Fall blamieren sollte. Diese Tatsache macht einen emotional stärkeren Menschen aus Ihnen. Und wenn der andere dies nicht würdigt und respektiert, hat diese Person wohl selbst ein Problem und scheint nicht die richtige für Sie zu sein.
Ein Liebesbrief und kein Liebesgedicht
Haben Sie keine zu hohen literarischen Ansprüche an sich. Es soll keine Liebesgedicht verfasst werden, erst recht keins, dass sich an Goethe messen lässt. Wenn Sie die Lust haben, ihre Gefühle in Form eines Gedichtes auszudrücken, dann immer zu! Aber dann gehören Sie sicherlich nicht zu den Menschen, die Tipps brauchen, was das Sich-Öffnen angeht. Für alle anderen sei gesagt: Die beste Methode, die auch den ehrlichsten Eindruck macht, ist, in eigenen Worten zu schreiben. So als würde man mit dem betreffenden Menschen gerade sprechen. Drücken Sie aus, wie es Ihnen in der Beziehung geht, wie glücklich sie sind und welche Kleinigkeiten Sie an der Person eigentlich lieben. Wie ging es Ihnen vor der Beziehung? Und was bedeutet sie für Ihre Zukunft? Oder wenn Sie mit dieser Person noch nicht zusammen sind, können Sie einfach beschreiben, warum es ein besonderer Mensch für Sie ist und was Sie sich in Zukunft wünschen würden. Im letzten Fall ist es besser, in der Formulierung und dem Inhalt nicht zu aufdringlich zu werden. Einen Liebesbrief schreiben will gelernt sein!