Der Steinpilz wird auch Herrenpilz genannt, weil er ursprünglich als edelster Speisepilz nur den wohlhabenden Menschen zugänglich war. Doch selbst heute hat sich daran nicht so viel geändert, denn auf dem Markt oder im Gemüsehandel bewegen sich die Preise für diesen vorzüglichen Speisepilz nach wie vor teilweise in schwindelerregender Höhe. Deshalb lohnt es sich, Steinpilze im Herbst selbst zu sammeln. Denn zu einen sind sie in unseren Wäldern noch zu finden und zum anderen macht der Waldspaziergang auf diese Weise doppelt so viel Spaß. Mit etwas Übung können Sie einen Steinpilz erkennen und mit gutem Gewissen anschließend zu Hause zubereiten.
Schauen Sie dem Pilz erst unter den Hut und dann auf die Füße
Steinpilze und Maronen gehören zur Gattung der Röhrlinge. Diese unterscheiden sich grundsätzlich von allen Lamellenpilzen durch ihre schwammartig ausgebildete Hutunterseite. Die Fruchtschicht des Pilzes setzt sich hierbei aus vielen einzelnen, dicht beieinander stehenden Röhren zusammen. Unter den Röhrenpilzen gibt es viele hervorragende Speisepilze, aber auch ein paar giftige Vertreter, wie den Satanspilz oder ungenießbare wie den Gallenröhrling. Die meisten giftigen Röhrlinge haben einen roten Fuß oder tendieren beim Schnitt oder Druck zu rötlichen Verfärbungen. Einen Steinpilz erkennen Sie hingegen an seinem weißen bis hellbräunlichen Fuß. Bei Verfärbungen tendiert er zu grün-bläulichen Tönen. Am höchsten ist die Verwechslungsgefahr mit einem Gallenröhrling. Dieser ist zwar nicht besonders giftig, aber ein einziger kann dafür sorgen, dass ein komplettes Pilzgericht durch seinen bitteren Geschmack verdorben wird. Hier können Sie im Zweifelsfall den Steinpilz erkennen indem Sie ein kleines Stück davon probieren. Denn er schmeckt angenehm nussartig.
Vorsicht ist und bleibt die wirksamste Methode bei der Pilzerkennung
Wenn Sie zukünftig selbst Pilze sammeln und einen Steinpilz erkennen möchten, ist es unbedingt ratsam, sich zunächst gründlich zu informieren. Nehmen Sie an einer Führung teil, die häufig vom Naturschutzbund oder ähnlichen Organisationen angeboten wird. Im Zweifelsfall können an solchen Stellen auch die gesammelten Pilze vorgelegt und von einem Fachmann begutachtet werden. Hilfreich zum Steinpilz erkennen ist ansonsten ein gutes Fachbuch. Achten Sie darauf, dass es viele Fotos beinhaltet und genießbare Pilze ihren gefährlichen Vertretern unmittelbar gegenüberstellt.