Erfreulicherweise sind Angststörungen mittlerweile so gut erforscht, dass Betroffenen individuell geholfen werden kann. Und das mit erfreulich großem Erfolg.
Wie?
Es wird nach dem Beschwerdebild (Symptomatik), der Ursache (Ätiologie), dem Krankheitsverlauf (Pathogenese) und den psychosozialen Folgen unterschieden. Bis heute wurden diese Teilbereiche in Klinik und Praxis so intensiv untersucht und erforscht, sodass der Erkenntnisstand für erfolgreiche Kombinations-Therapien sehr hoch ist. Die Aufklärung als Präventivmaßnahme gegen Angststörungen hat zugenommen, es gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen und für Angststörungen anerkannte Psychotherapieverfahren (meistens verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische, aber auch Entspannungsverfahren und Gesprächspsychotherapie etc.). Dabei wird heutzutage auch verstärkt die Familie, der Partner oder der Freundeskreis betrachtet und gegebenenfalls in die Therapie einbezogen (soziotherapeutische Korrekturen und Unterstützungsmaßnahmen).
Einen der größten Erfolge feiert die moderne Medizin im Kampf gegen die Angst, wobei der Einsatz von Medikamenten ein wichtiger Bestandteil eines Gesamtbehandlungsplans ist. Eine Kombination aus Psychotherapie, Medikamenten und soziotherapeutischen Korrekturen und Unterstützungsmaßnahmen erzielt die größten Erfolge.
Besonders erfolgreich und an Platz eins im Kampf gegen die Angst stehen heutzutage Antidepressiva. Diese Psychopharmaka wurden ursprünglich bei der Behandlung gegen Depressionen eingesetzt. Dabei werden verschiedene Arten dieser Medikamente verabreicht. Die ältesten, sie heißen tri- und tetrazyklische Antidepressiva, dann die modernen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (viele Therapeuten halten sie für die besten angstlösenden Mittel) und die sogenannten MAO-A-Hemmer und einige neue Antidepressiva mit neueren Substanzen.
Dennoch gibt es noch immer schwere Formen der Angst, die mit den altbewährten, aber abhängig machenden, "Benzodiazepin-Tranquilizern" (Beruhigungsmitteln) behandelt werden müssen, obwohl sie nur noch in sehr geringem Umfang verwendet werden. Die Dosis muss hier sorgsam vom behandelnden Artz kontrolliert werden. Wegen ihrer abhängig machenden Wirkung besteht für die Betroffenen Suchtgefahr. Vor Selbstmedikation muss deshalb ausdrücklich gewarnt werden!
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