Rücken und Füße
Langjährige Rückenschmerzen sollten unbedingt Anlass geben die Füße mit in den Fokus der Untersuchungen zu stellen. Der Grund ist die korrekte Statik Ihres Körpers zu gewährleisten. Allein die Fußform hat einen großen Einfluss auf Ihre Körperhaltung. Deshalb verschreiben Ärzte hier gerne Einlegesohlen bei Rückenschmerzen
So bedingt ein Plattfuss häufig ein nach vorne geneigtes Becken, ein Hohlfuß genau das Gegenteil. Neben der Fußform spielen die Bänder, die Gelenke des Fußes sowie die Beinlänge und Beinachse eine wichtige Rolle für das „Wohlbefinden“ Ihres Rückens. Die Beziehung Füße und Wirbelsäule ist vergleichbar mit der Statik eines Hauses: Stimmt die Statik im Keller nicht, entstehen Risse im Obergeschoss (=Rücken).
Wenn die Füße ihre Spannung verlieren können Probleme an der Wirbelsäule resultieren. Die Beschwerden beginnen anfangs im tiefen Rücken später ziehen sie den Rücken hinauf bis zur Halswirbelsäule.
Für den sehr verbreiteten Beckenschiefstand gibt es eine Vielzahl von Therapieformen. In der Regel werden Verspannungen und Blockaden mithilfe der Therapiemaßnahmen gelöst. Wird aber die Ursache nicht behoben, kommen die Beschwerden in der Regel innerhalb kürzester Zeit zurück.
Darum sollte man sich unbedingt dem Fuß zuwenden. Häufig braucht der Fuß Unterstützung in Form von Einlegesohlen. Allzu häufig werden Einlegesohlen verordnet die, weil unnötig, nicht getragen werden. In meiner orthopädischen Praxis beobachte ich, dass in nahezu 80% der Fälle, die verordneten (passiven) Einlegesohlen vom Patienten nicht akzeptiert und damit nicht getragen werden. Meist zu Recht.
Es ist wesentlich, dass bei der Abdrucknahme nicht nur die Füße im Stand (statisch) sondern auch im Gehen (dynamisch) beurteilt werden.
Man unterscheidet grob zwischen aktiver und passiver Einlegesohle. Die passiven Sohlen unterstützen den dekompensierten kranken Fuß, der sich nicht mehr selbst helfen kann, indem er den Fuß mit festen Elementen unterstützt, oder sogar korrigiert. Diese Sohle ist gerechtfertigt beim Patienten mit fortgeschrittenen Verschleißerscheinungen, im hohen Alter oder bei unübersehbaren angeborenen oder erworbenen Deformitäten des Fußes.
Im Unterschied dazu erreicht die aktive Einlegsohle über spezifische Sensoren in der Fußsohlenmuskulatur eine Aktivierung und damit Anregung zur Selbstheilung. Es ist jedoch keine Fußreflexzonentherapie, sondern vielmehr eine neurophysiologische, propriozeptive Beeinflussung der Muskeln. Gerechtfertigt sind diese Sohlen beim Heranwachsenden und bei allen Füßen, wo keine der o.g. Defizite vorliegen.
Eine Sohle, die sich hervorragend bewährt hat ist die Podosohle®.
Sie ist indiziert bei:
1.
• Bandscheibenproblemen
• Beckenschiefstand/Beckenverwringung
• Funktionelle Beinlängendifferenz
2. Bei Beschwerden der unteren Extremität wie z.B.:
• Knie- und/oder Hüftarthrosen
3. Bei Fußproblemen wie z.B.:
• Hallux Valgus (Abknicken der Großzehe)
• Mortonsche Neuralgie (Eingeklemmter Nerv im Vorfuß)
• Fersensporn
• Tarsaltunnelsyndrom (Nervenirritation am Fuß)
Das Besondere der Podosohle® gegenüber handelsüblichen orthopädischen Einlagen ist, dass sie als Teil einer ganzheitlichen Therapie wirkt, bei der die Füße die Basis sind. Podosohle® stimuliert die Fußmuskulatur. Sie aktiviert die Beweglichkeit des Körpers. Sie verhindert den Rückfall in alte Bewegungs- und Haltungsmuster.
Wichtig - und das steht im Gegensatz zur praktischen Erfahrung mit herkömmlichen Einlegesohlen - sie werden vom Patienten getragen, weil sie die Beweglichkeit des Fußes nicht behindern. Sie ist wesentlich dünner als herkömmliche orthopädische Einlagen und kann daher in jedem Schuh getragen werden.Der natürliche Bewegungsablauf wird über die Sohlen dynamisiert und gebahnt zugleich. Der Fuß kann sich wieder aus eigener Kraft erholen.
Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden über die Möglichkeit einer Verordnung einer aktiven Einlegesohle auf neurophysiologischer Basis!
Für die Inhalte dieses Artikels ist der Verfasser Dr. med. Albert Beckers verantwortlich.