Eisendünger - Anwendungsgebiete und Nutzen

Eisendünger wird bei Eisenmangelkrankheiten von Pflanzen eingesetzt und zur Moosbeseitigung auf Rasenflächen.


Von Eisenmangel betroffen sind häufig Zitruspflanzen, Magnolien, naturbelassene Rosen und kalkintolerante Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, wenn die Erde oder das Gießwasser für sie zu kalkhaltig ist. Das gilt auch für Kübelpflanzen und Topfpflanzen in Innenräumen. Kalkhaltige Erde ist oft trocken und leicht und reagiert alkalisch. Bei einem pH-Wert von 4,5 können die Pflanzen Eisen am besten aufnehmen. Sonst verbindet sich der Kalk in der Erde mit dem dort vorhandenen Eisen und es ist für die Pflanzen nicht mehr verwertbar. Auch bei einer Phosphatüberdüngung kann bei der Pflanze Eisenmangel auftreten oder bei verdichtetem Boden und Staunässe.

 

Ein Mittel gegen die Blattchlorose

Es entsteht eine Blattchlorose: Die neu austreibenden Triebe sind gelb, während jüngere Blätter vergilben, wobei die Blattadern am Anfang grün bleiben. Schließlich vertrocknen die Blattränder, häufig tritt vermindertes Wachstum auf. Eisendünger macht bereits gelbe Blätter wieder dunkelgrün und fördert den Wuchs. Eisen kann ein Bestandteil von Mehrnährstoffdünger sein oder als Eisensulfat der Hauptwirkstoff. In letzterem Fall wird es häufig als Blattdünger mit Wasser verdünnt auf die Blätter der Pflanzen aufgesprüht.
Auch Aquarienpflanzen wachsen bei Eisenmangel langsamer, färben sich gelb oder werden leicht durchsichtig. Abhilfe schaffen hier wasserlösliche Eisentabletten oder eisenhaltige Düngekugeln für den Boden für Wurzelzehrer. Nach kurzer Zeit werden die Pflanzen wieder dicker und fester, ihre Farbe wird intensiver.

Eisendünger gegen Moosbefall des Rasens

Als Pulver oder lösliches Granulat wird der Eisendünger auf den Rasen gestreut oder gegossen, wenn dieser wegen kalkhaltigen Bodens oder schattiger Lage gelbe Spitzen, eine blasse Farbe oder dünnen Wuchs aufweist. Er wird kräftig, grün, das Wachstum nimmt zu und vorhandenes Moos stirbt ab, wird braun und trocken und kann herausgeharkt werden. Der nachwachsende Rasen füllt die freien Stellen auf. Die Rasendüngung findet zwischen März und Mai statt und im Herbst, zusätzlich noch nach Bedarf, jedoch nicht im Aussaatjahr. Eisendünger kann Kleidung, Haut und Steinplatten färben und muss deshalb mit Vorsicht verwendet werden. Industriell wird er in der Landwirtschaft, im Gartenbau und zur Pflege von Golfplätzen eingesetzt.