Eisenoxid - Formel und Hintergründe

Wissenswertes über Eisenoxid. Von der chemischen Zusammensetzung bis zur Frage, was „Rost“ in einem volkswirtschaftlichen Zusammenhang bedeutet.


Eisenoxid begegnet uns im Alltag an jeder Ecke. Aber wissen Sie was es mit diesem Stoff wirklich auf sich hat? Im Folgenden werden wir eine kurzen Überblick über die Eigenschaften und Bestandteile von oxidiertem Eisen geben.

Rost - Oxidiertes Eisen
Am häufigsten begegnen wir Eisenoxiden in Form von dem, was wir umgangssprachlich Rost nennen. Als Rost bezeichnen wir das Produkt der Korrosion von Eisen und Stahl durch Sauerstoff (Oxidation). Durch das verrosten von Metallen entstehen weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe, es handelt sich also um ein durchaus bedeutsames Phänomen. Zum Schutz vor der Oxidation werden Eisenhaltige Materialien mit Schutzschichten überzogen.

Kehren wir aber zurück zu der eingangs gestellten Frage: Was ist Eisenoxid? Eisen oxidiert in verschiedenen Varianten. Alle diese Varianten sind bestandteil des Rosts und sollen nun einzeln vorgestellt werden. Zunächst haben wir das Eisen(III)-oxid, mit der chemischen Formel Fe2O3. Der Farbton dieses Oxids variiert zwischen Orange-Rot und Rot-Braun. Das Eisen(III)-oxid ist somit verantwortlich für die Farbe des Rosts. Weiterhin gibt es Eisen(II,III)-oxid, die chemische Formel lautet hier Fe3O4. Dieses Oxid ist schwarz und relativ temperaturbeständig. Es wird vor allem bei der Herstellung von Ton und Video-Bändern eingesetzt. Das letzte Eisenoxid ist Eisen(II)-oxid, mit der chemischen Formel FeO. Es ist ebenfalls schwarz und begegnet uns in der Natur als das Mineral Wüstit. Diese drei Oxide bilden die rötliche Substanz, die wir Rost nennen. Rost entsteht, wenn Eisen und Wasser mit dem Sauerstoff der Luft Oxidieren. Beschleunigt wird der Korrosionsvorgang, wenn ein edleres Metall (zum Beispiel Gold oder Silber) mit dem Eisen in Berührung kommt. Die beiden Metalle bilden dann ein Lokalelement, dass die Korrosion des unedleren Metalls beschleunigt und die des edleren Metalls aufhält. Dieses Prinzip macht man sich auch beim Korrosionsschutz zunutze, indem man das Eisen mit einer Legierung aus einem unedleren Metall (beispielsweise Zink) versieht.

Rost ist immer da, wo er nicht sein soll
Eisenoxid ist überall oder wenigstens überall da wo es Eisen, Wasser und Sauerstoff gibt. Meistens ist das verrosten des Metalls unerfreulich, dann hilft es nur entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen oder die im freien befindlichen Eisenobjekte gegen vergleichbare Gegenstände aus Aluminium auszutauschen.