Eisenspeicherkrankheit - Symptome und Behandlung

Die Lebensqualität und Lebensdauer der Betroffenen sind durch die Eisenspeicherkrankheit nicht eingeschränkt - eine späte Diagnose und Therapie verringert die Lebensqualität und Lebensdauer jedoch deutlich.


Es gibt sowohl erworbene als auch erbliche Formen von Eisenspeicherkrankheiten, diese führen zu einem Eisenüberschuss im Körper und als Therapie kommen Medikamente oder Aderlässe infrage, wodurch die Ausscheidung von Eisen gefördert wird. Durch den Missbrauch von Alkohol, oder auch durch eine Vorerkrankung wie Hepatitis B oder C kann eine erworbene Eisenspeicherkrankheit entstehen. Eine erbliche oder primäre Hämochromatose ist die häufigste erbliche Eisenspeicherkrankheit, diese betrifft Männer zehnmal häufiger als Frauen und sie tritt zwischen dem 30. Und 50. Lebensjahr auf. Ein erhöhtes Maß an Eisen nimmt der Darm im Körper bei der erblichen Hämochromatose auf, hier erhöht sich der Gesamteisengehalt im Organismus, die Menge wird von etwa drei bis fünf Gramm Eisen auf etwa 80 Gramm festgestellt. Die Lebensqualität und –erwartung ist bei einer rechtzeitigen Diagnose und Therapie kaum beeinträchtigt.

 

 

 

Die Symptome der Eisenspeicherkrankheit

  • Am Anfang sind häufig noch keine Symptome bemerkbar, daher sind sich die Betroffenen ihrer Erkrankung meist gar nicht bewusst. Bei Eisen als Gesamtgehalt von weniger als zehn bis fünfzehn Gramm kann eine histologische Untersuchung des Lebergewebes dennoch bereits eine Eisenüberladung in den Zellen feststellen.

 

  • Infolge der Krankheit können weitere Symptome wie eine allgemeine Schwäche, Unwohlsein, Müdigkeit, eine Zuckerkrankheit, Gewichtsabnahme, Impotenz, Kurzatmigkeit, Gelenkbeschwerden, Leberkrebs, Herzinsuffizienz, Nebennierenschädigungen, Herzrhythmusstörungen und eine vergrößerte Milz auftreten.

 

 

Die Therapie der Eisenspeicherkrankheit

  • Nach der vorliegenden Form der Erkrankung richtet sich die Therapie, in allen Fällen soll der Eisenüberschuss abgebaut werden. Bei der primären Eisenspeicherkrankheit wie der erblichen Hämochromatose soll das gebildete Eisendepot abgebaut werden, hierfür kommt eine alte Methode der Blutabnahme zum Einsatz.

 

  • Ein- bis zweimal pro Woche nimmt der Arzt bei dem Aderlass circa 500 Milliliter Blut ab, dadurch lassen sich dem Körper etwa 250 Milligramm Eisen entziehen. Im Allgemeinen sind die Aderlässe problemlos verträglich und wenn die Konzentration des Eisenspeicherstoffs Ferritin weit genug abgesunken ist, werden die Aderlässe nur noch etwa vier Mal pro Jahr vorgenommen, dies jedoch lebenslang. Wichtig ist auch, dass kein Alkohol getrunken wird und eine eisenarme Diät kann die Eisenmenge ebenfalls vermindern.

 

  • Bei der erworbenen Eisenspeicherkrankheit sollen die entstandenen Eisenablagerungen aufgelöst werden, hierfür wird der Wirkstoff Deferoxamin verabreicht. Der Körper scheidet vermehr Eisen über Urin und Stuhl aus, oft ist jedoch eine jahrelange Behandlung notwendig. Auch bei der erblichen Form kann Deferoxamin zum Einsatz kommen, falls der Aderlass aufgrund einer Erkrankung nicht zu empfehlen ist.