Der Arzt Reinhold Voll entwickelte aufgrund einer eigenen Erkrankung in den 1970er Jahren diese Behandlungsform. Sie soll helfen krankhafte Vorgänge im Körper frühzeitig zu erkennen, um eine Heilung zu ermöglichen.
Durchführung:
Der Behandlung geht eine umfassende Anamnese voraus. Anschließend beginnt die Behandlung mit dem EAV-Gerät, welches aus einem Messteil und einem Therapieteil besteht. Der Patient nimmt einen mit dem Gerät verbundenen Metallgriff (=Elektrode) in die Hand. Währenddessen misst der Therapeut mit einer Punktelektrode den Hautwiderstand an den festgelegten EAV-Punkten (vor allem im Gesicht, sowie auf den Händen und Füßen). Das Messergebnis wird durch einen Zeiger auf einer Skala von 0 bis 100 angezeigt und gibt Aufschluss über die vorliegende Krankheit.
Ein Teilaspekt der Elektroakupunktur ist die so genannte „Herdlehre“, die davon ausgeht, dass die Ursachen von Erkrankungen auch in entfernt liegenden Herden (zum Beispiel entzündete, vergrößerte, vernarbte Mandeln) zu finden sind. Außerdem ist es möglich, mithilfe der EAV Medikamente oder bestimmte Substanzen auf ihre Verträglichkeit beziehungsweise ihre Eignung zu Therapiezwecken zu testen. Hierbei werden Testsätze, entweder von Giftstoffen oder Medikamenten, in den Stromkreis des EAV-Geräts zwischengeschaltet und je nach Ausschlag auf der Skala lassen sich Rückschlüsse ziehen, ob die jeweilige Substanz positive oder negative Auswirkungen auf den Organismus hat.
Wirkung:
Die Elektroakupunktur nach Voll soll helfen Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und somit optimal therapieren zu können. Außerdem können eventuell den Organismus schädigende Stoffe ausfindig gemacht werden, um diese zu Entfernen und somit den Patienten zu heilen.
Das Anwendungsgebiet ist kaum eingegrenzt.
Einschränkungen:
Auch die Elektroakupunktur nach Voll ersetzt keine notwendige schulmedizinische Behandlung. In akuten Fällen ist ein Arztbesuch also unabdingbar. Außerdem sollte die Behandlung nur von ausgebildetem Personal erfolgen, um eventuelle Risiken oder Nebenwirkungen zu vermeiden.