Elektrotherapie: TENS-Therapie auch zuhause durchführbar

Die Elektrotherapie ist eine der wirksamsten alternativen Heilverfahren. Hierbei werden Elektroden auf die Haut gesetzt, durch die Strom geleitet wird. Auf diese Weise können verschiedene Beschwerden gelindert werden, am häufigsten kommt diese Form der Therapie bei Schmerzen zum Einsatz.


Wie der Name bereits sagt, ist die Elektrotherapie eine Behandlungsform, die sich die Wirkung von elektrischem Strom auf den Organismus zunutze macht. Was sich zunächst ein wenig unheimlich anhört, ist eine Methode, die sich in verschiedene Therapiearten wie Galvanisation, Hochfrequenz- und Niederfrequenztherapie gespalten und bewährt hat. 

  

Durchführung
Es gibt verschiedene Methoden, Patienten mit Strom zu behandeln. so kann etwa die elektrische Spannung mittels auf die Haut aufgeklebter Elektroden durch den Körper oder aber in Teil- oder Vollbädern durch das Wasser an die Haut geleitet werden. Einigen Patienten ist die TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) durch einen zigarettenschachtelgroßen batteriegetriebenen Impulsgenerator bekannt. Dieses Gerät können Patienten nach ärztlicher Anleitung auch zuhause anwenden. Dabei werden die Elektroden über die schmerzende Stelle geklebt. Die Stromstärke wählt der Arzt oder Patient so, dass ein leichtes Kribbeln entsteht, das noch angenehm ist. Empfohlen werden täglich drei bis vier halbstündliche Behandlungen. Lässt nach einigen Wochen die Wirkung nach, sollte der Patient eine Pause machen oder aber die Elektroden an eine andere Körperstelle versetzen. 

  

Wirkung
Die Elektrotherapie dient vor allem der Schmerzlinderung und der Durchblutungsverbesserung. Zudem hilft eine Tonisierung/Detonisierung der Muskeln etwa bei Rheuma, Arthrose, Ischias-Schmerzen und bei Verspannungen. Je nach Art und Frequenz des elektrischen Stroms lassen sich drei Wirkrichtungen der Elektrotherapie unterscheiden. Die Gleichstrombehandlung dient der Bewegung von Ladungsträgern wie Natrium- oder Kalium-Ionen; die Wechselstrombehandlung mit Nieder- oder Mittelfrequenz dient der Reizung von Nerven und Muskeln; eine hochfrequente Wechselstromtherapie hingegen erwärmt das Gewebe. Die TENS-Therapie kommt vor allem in der Schmerztherapie zum Einsatz. Dabei werden über die Elektroden die in der Haut verlaufenden Nerven gereizt. Der Patient spürt nur ein leichtes Kribbeln, dennoch ist der Reiz stark genug, um im Körper die schmerzregulierenden Systeme zu aktivieren. So wird durch die Therapie die Schmerzwelle des gesamten Körpers erhöht, der Patient nimmt Schmerzen im Folgenden weniger stark wahr oder aber spürt sie überhaupt nicht mehr. 

  

Einschränkungen
Eine Elektrotherapie sollte immer von einem Arzt verordnet und betreut werden. Auch bei der TENS-Therapie, die als Selbstbehandlung durchgeführt werden kann, muss der Arzt zuvor festlegen, ob diese Therapieform angezeigt ist und welche Stellen behandelt werden. In diesem Fall tragen viele Krankenkassen sogar die Kosten für Miete oder Anschaffung enes TENS-Gerätes, der Patient muss sich nur mit dem gesetzlich vorgesehenen Eigenanteil beteiligen.