Elementartherapie

Wärme, Wahrnehmung, Berührung und Bewegung sind die Schlagworte der Elementartherapie, die bei den verschiedensten Beschwerden zum Einsatz kommen kann. Durch gezielte Übungen und Bewegungen wird der Blut- und Lymphfluss angeregt und Verspannungen gelöst.


Die Elementartherapie ist eine Form der Pflege, die von der Gesundheits- und Krankenschwester Erna Weerts aus vielen verschiedenen Anwendungen konzipiert wurde. Die Behandlung fußt auf vier einfachen Säulen (Berührung, Wärme, Wahrnehmung und Bewegung) und wird nur mit den Händen ausgeführt. Das Ziel ist es, die Durchblutung und somit die körpereigene Selbstregulation zu aktivieren und optimieren.

Durchführung:
Die Therapie ist in zwei Grundformen gegliedert. Zusätzlich werden, je nach Krankheitsbild, weitere Sonderausrichtungen unterschieden. 

  

Bei der Wärmeregulationstherapie soll, durch die über die Hände übertragene Wärme, die Durchblutung der Kapillaren verbessert werden. Die übertragene Wärme korrespondiert mit der Körpertemperatur und ist in der Lage Lebensprozesse zu steuern und zu erhalten (ähnlich wie das Sonnenlicht) und somit die körpereigene Regenerationsfähigkeit in Schwung zu bringen. 

  

Bei der minimalen Bewegungstherapie wird durch verschiedene Dehn- und Streichübungen die Selbstregulation des Körpers aktiviert. Dies optimiert die Kapillardurchblutung, die Lymphbewegung und den venösen Rückstrom zum Herzen. 

  

Wirkung:
Die Elementartherapie ist keine mystische Heilung, sondern vielmehr eine Unterstützung, die ideal auf die Gegebenheiten des menschlichen Organismus angepasst ist und diesem hilft, sich selbst zu heilen.
Damit die verschiedenen Maßnahmen die Selbstheilung optimal unterstützen können, muss der Patient über einen intakten Wärmehaushalt, speziell im Kapillarbett (das Organe und Zellen versorgende Adernetzwerk), verfügen.
Besondere Beachtung finden bei dieser Behandlungsform auch die Wirkung von Licht, Farbe und Form auf das menschliche Befinden, sowie die Sensibilität der Haut. 

  

Einschränkungen:
Nebenwirkungen sind nicht bekannt, von einer Behandlung wird jedoch in folgenden Fällen abgeraten: frische Wunden, Verbrennungen, akute Blutungen, instabile Schwangerschaften oder Berührungsphobien. 

  

Eine Behandlung mit der Elementartherapie ist besonders bei Durchblutungsstörungen, zur Unterstützung von Heilungsprozessen, bei chronischen Erkrankungen (wie Arthrose) und vielen weiteren Krankheitsbildern zu empfehlen. Anwendungen sind auch bei Kindern und alten Menschen möglich. Die Therapie kann, nach einer relativ kurzen Unterweisung, auch von Angehörigen oder dem Patienten selbst durchgeführt werden. Des Weiteren ist es möglich durch diese Behandlung auch seelische Erkrankungen zu heilen.