Elterngeld ausrechnen - so gehts

Lassen Sie sich Ihr Elterngeld ausrechnen - es wird sich lohnen, bis zu 1.800 Euro für das erste und weitere Zuschläge für weitere Kinder sind drin!


Um das Elterngeld ausrechnen zu können, muss vorab geprüft werden, ob alle Voraussetzungen zur Beantragung gegeben sind. Demnach kann ein Antrag auf Elterngeld gemäß Bundeseltergeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) gestellt werden, wenn der Beantragende in Deutschland wohnt und sich für gewöhnlich dort aufhält, mit dem Kind das gleiche Haus bewohnt und dieses selbst aufzieht. Des Weiteren darf kein Fall der Erwerbstätigkeit vorliegen. Eine Ausnahme hiervon gilt, wenn eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden nicht überschritten wird (§1 Absatz 1 BEEG).

 

Beantragung des Elterngeldes bei Auslandstätigkeit oder gleichgeschlechtlicher Partnerschaft

  • Für den Fall der deutschen Staatsangehörigkeit und Erwerbstätigkeit im Ausland, besteht ebenfalls ein Anrecht auf Elterngeld. Gleiches gilt für Grenzgänger, welche in Deutschland arbeiten und im Ausland wohnen.

 

  • Auch für den Fall, dass es sich nicht um das eigene Kind handelt, kann man unter bestimmten Umständen Elterngeld ausrechnen. Dies ist der Fall, wenn ein Kind aufgenommen wurde, welches adoptiert werden soll.

 

  • Auch im Falle, dass ein Kind des Ehepartners oder gleichgeschlechtlichen Partners aufgenommen wurde, kann man berechtigter Weise das Elterngeld ausrechnen. Auch wenn bei einer Verwandschaft zweiten oder dritten Grades ein Kind zur Pflege aufgenommen wurde, besteht ein Anrecht, Elterngeld ausrechnen zu lassen.

 

Wie hoch ist das Elterngeld?

  • Wer das Elterngeld ausrechnen will, kann mit einem Betrag zwischen 300 und 1.800 Euro rechnen. Im Falle von Mehrlingen erhöht sich das Elterngeld, gleiches gilt bei mehr als einem Kind. Hier wird ein Geschwisterbonus gezahlt. Für die Berechnung des Elterngeldes gilt, dass grundsätzlich 67 Prozent des monatlichen Netto-Erwerbseinkommens gezahlt werden.

 

  • Als Grundlage dient das Entgelt des Elternteils, welcher zur Betreuung des Kindes seinen Arbeitsplatz aufgibt, oder die wöchentliche Arbeitszeit auf höchstens 30 Stunden reduziert. Bei einer Mehrlingsgeburt wird für das erste Kind maximal 1.800 Euro bezahlt, für jedes weitere Kind wird ein Betrag von 300 Euro gezahlt (beispielsweise bei Zwillingen maximal 2.100 Euro).

 

  • Der Geschwisterbonus errechnet sich als 10 prozentiger Zuschlag auf die Summe des Elterngeldes, welches sich ohne die Geschwisterkinder ergeben würde. Beim Elterngeld ausrechnen, im Zusammenhang mit dem Geschwisterbonus, kann hier mit einem mindestens gezahlten Sockelbetrag in Höhe von 75 Euro gerechnet werden.