Elternvertreter im Kindergarten - Rechte und Pflichten

Elternvertreter im Kindergarten sind die Vermittler zwischen Einrichtung und Eltern.


Elternabend im Kindergarten: Wer wird Elternvertreter? Alle Augen sind bei Ihnen: nicht berufstätig, engagiert, nicht auf den Mund gefallen. Aber reicht das, um Elternvertreter im Kindergarten zu werden? Nein! Bevor Sie zur ersten Versammlung im Kindergarten gehen, sollten Sie sich sehr genau darüber informieren, welche Aufgaben auf Sie zukommen. Und scheuenSie auch nicht die selbstkritische Frage, ob Sie diesen Anforderungen gewachsen sind.

 

 

Eine solche Aufgabe ist mehr als eine Auszeichnung

  • Sie sind jetzt Elternvertreter im Kindergarten. Nun bekommen Sie es mit zwei großen Themenbereichen zu tun, die Ihre fachlichen und psychologischen Fähigkeiten fordern und einem, der Organisationstalent, Pünktlichkeit und einige Verwaltungskenntnisse voraussetzt.

 

  • Sie müssen das pädagogische Konzept des Kindergartens kennen und gegenüber den Eltern vertreten. Sie müssen kommunikativ goldene Brücken zwischen Eltern und Kindergarten bauen können. Denn die Ansprüche von Eltern und Kindergartenleitung an den Bildungsauftrag des jeweils anderen gehen häufig weit auseinander.

 

  • Der Kindergarten erwartet gut sozialisierte Kinder, die Eltern erwarten, dass dieses Entstehen von sozialen und gesellschaftlichen Kompetenzen im Kindergarten stattfindet. Hier sind Sie als Mittler gefordert.

 

Auch im Kampf Eltern gegen Eltern ständig im Einsatz

  • Die abendlichen Anrufe häufen sich. Jetzt geht es um zwischenmenschliche Probleme der Kinder. Eine Mutter erbost sich darüber, dass Fritzchen ihrem Kind grundlos eine Schaufel auf den Kopf gehauen hat. Einer anderen passt es nicht, dass Paulinchen keine Tischmanieren hat. Hier ist viel psychologisches Geschick notwendig. Die Kinder haben Ihren Streit bis zum nächsten Tag vergessen, die Eltern nicht.

 

  • Auch der dritte Aufgabenbereich hat es in sich. Als Elternvertreter im Kindergarten müssen Sie Elternabende organisieren und die Tagesordnung mit der Kindergartenleitung festlegen. Wann ist die richtige Zeit? 19 Uhr nicht, da essen Familien zu Abend. 20 Uhr ist zu spät. Ein reger Austausch mit den Eltern im Vorwege ist notwendig, um hier die richtige Lösung zu finden. Einladungen müssen fristgerecht geschehen, sonst sind Abstimmungen ungültig.

 

  • In den meisten Kindergärten reicht meistens die einfach Mehrheit der erschienenen Eltern, um beschlussfähig zu sein. In Kinderbetreuungs-Einrichtungen, die als Gesellschaft oder Verein betrieben werden, hängt die Beschlussfähigkeit von anderen Kriterien ab. Informieren Sie sich - bevor Sie Elternvertreter im Kindergarten werden.