Emetophobie: Leben mit einer Angst

Bei der Emetophobie handelt es sich um eine phobische Erkrankung, bei welcher die betroffenen Menschen, Angst vor Erbrechen haben.


Emetophobie ist eine noch relativ unbekannte Phobie. Hier haben betroffene Menschen eine unerklärliche und vollkommen irrationale Angst vor Erbrechen. Dabei steht hier nicht nur das eigene Erbrechen im Vordergrund, im fortgeschrittenen Stadium steigert sich diese Angst auch soweit, das Patienten dann befürchten miterleben zu müssen, wie andere Menschen oder gar Tiere sich übergeben. Sie sind nicht mehr in der Lage darüber zu reden, auch nicht mehr mit anderen Menschen oder Gespräche in den Medien anzuhören, bei welchen es um das Thema Erbrechen geht.

Eine echte Phobie nach offizieller Klassifikation
Laut Klassifikation handelt es sich bei der Emetophobie um eine echte Phobie wie es zum Beispiel auch die Arachnophobie, die Angst vor Spinnen ist. In besonders schlimmen Fällen sollte unbedingt immer ein Psychologe zurate gezogen werden, denn hier können bei besonders schweren Formen auch Störungen an der Gesundheit auftreten. Denn diese Menschen entwickeln dann eine panische Angst vor dem Essen, denn wer Essen im Magen hat, kann dieses wieder erbrechen. Nach diesem Muster denken hier oft die Betroffenen. Ohne fachmännische Hilfe finden viele nicht den Weg aus diesem Kreislauf und erkranken schließlich ernsthaft.

Auswirkungen
Sie Auswirkungen der Emetophobie können das ganze Leben beeinflussen. Mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen wird eine Schwangerschaft kategorisch ablehnen, obwohl hier ein starker Kinderwunsch besteht. Doch Angst vor dem oft typischen Erbrechen ist zu stark und der Kinderwunsch wird hinten angestellt. Nur wenige Betroffenen entscheiden sich dennoch für ein Kind und sind bereit das Risiko einzugehen. Wer sich hier zu einem Kind entscheidet, ist auf dem besten Weg diese Erkrankung hinter sich zu lassen. Bei einigen Menschen ist diese Phobie so stark ausgeprägt, dass hier noch weitere Phobien auftreten. Zum Beispiel fürchten Betroffene auf einmal Menschenansammlungen aus Angst sie würden hier selbst oder eine andere Person könnte sich hier erbrechen. Dies führt dazu, dass sich Betroffene immer mehr zurückziehen und schließlich die eigenen vier Wände kaum noch verlassen werden. Wer das Gefühl hat jemand aus dem Bekanntenkreis leidet unter Emetophobie, sollte dieser Person unbedingt seine Hilfe anbieten, denn alleine schaffen es Betroffene nur sehr selten, aus diesem Teufelskreis auszubrechen.