Entfernung von Stockflecken - so geht‘s

Ob die Entfernung von Stockflecken gelingt, hängt davon ab, wo sie entstanden sind und wie schwerwiegend der Befall ist.


Stockflecken können überall dort entstehen, wo eine zu hohe Feuchtigkeit mit wenig frischer Luftzufuhr besteht. Diese Flecken sind nicht nur unschön anzusehen, sondern gehen auch mit einem muffigen Geruch einher und können vor allem gesundheitsschädlich sein, weil sie die Sporen von Schimmelpilzen enthalten. Die Entfernung von Stockflecken sollte so schnell wie möglich geschehen, bevor die Sporen zu tief in einen Stoff eindringen und diesen unwiederbringlich verderben.

Schnelle Abhilfe bei Textilien mit Hausmitteln
Es gibt eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, die bei der Entfernung von Stockflecken helfen. Ist der Befall noch nicht weit fortgeschritten, kann bei Kleidung, Polstern oder Matratzen zunächst ein ausgiebiges Sonnenbad helfen. Denn die UV-Strahlen können in Kombination mit frischer Luft die Flecken verschwinden lassen. Stärker befallene Kleidungsstücke können in eine Essiglösung oder Javelwasser eingelegt werden, das in Drogeriemärkten erhältlich ist. Dies ist allerdings bei farbigen Textilien riskant, weil sie ausbleichen können. Eine schonendere Entfernung von Stockflecken kann mit dem Einlegen in Buttermilch erzielt werden. Nach ein paar Stunden Einwirkungszeit wird das Stück ausgespült und in der Maschine gewaschen. Polster können mit der Lösung eingerieben und anschließend mit Wasser behandelt werden. Nach der Behandlung ist gründliches Trocknen notwendig.

Befallene Räume müssen intensiv gelüftet werden
Gerade das Schlafzimmer oder das Bad ist anfällig und die Entfernung von Stockflecken sollte unverzüglich geschehen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Die erste und wichtigste Maßnahme ist: lüften. Rücken Sie dafür großflächige Möbel wie Schränke von den Wänden ab und öffnen Sie Fenster und Türen so lange, bis die Raumtemperatur merklich abgekühlt ist. Danach wird der Raum geschlossen und für mindestens zwei bis drei Stunden beheizt. Anschließend noch einmal kurz kräftig durchlüften. Wenn Sie diese Prozedur an mehreren Tagen hintereinander zwei- bis dreimal wiederholen, sollten die Flecken so weit ausgetrocknet sein, dass sie sich abbürsten lassen. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass Feuchtigkeit von außen in die Wand eindringt oder Schimmel sich schon zu tief im Mauerwerk eingenistet hat. Dann ist die Hilfe eines Fachmannes unerlässlich, denn ein Pilzbefall kann das Mauerwerk dauerhaft schädigen.