Entspannungstechniken für ein gesundes Herz

Um einen Herzinfarkt vorzubeugen, muss man lernen, nicht ständig unter Stress zu stehen. Mit Entspannungstechniken können Sie leicht den Alltag vergessen und etwas für ein gesundes Herz tun


Progressive Muskel- entspannung nach Jacobson
Einer der wohl beliebtesten Entspannungstechniken ist die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Bei dieser Technik geht es um die bewusste Anspannung einzelner Muskelgruppen. In einer bestimmten Reihenfolge werden nacheinander bestimmte Muskeln angespannt, die Spannung für ein paar Sekunden gehalten und wieder entspannt. Die Übung sollte täglich wiederholt werden, um das langfristige Ziel, das auf einem tiefen Entspannungszustand beruht, zu erreichen. Wenn Sie jeden Tag etwa eine halbe Stunde lang trainieren, werden Sie bereits nach kurzer Zeit feststellen, wie sich Ihre Körperwahrnehmung verbessert und sich nach und nach ein intensives Wohlbefinden einstellt.
Wenn Sie die Technik beherrschen, können Sie diese in stressigen Situationen bewusst einsetzen, um Ihren Körper und letztendlich auch ihre Seele zu entlasten. Die Anzeichen von Stress werden deutlich gesenkt. So können beispielsweise Schlafstörungen gemindert, der Blutdruck gesenkt oder Kopfschmerzen gelindert werden.

Meditation
Das hauptsächliche Ziel der Meditation ist es, den Geist freizubekommen und ihn von allem quälenden Unrat, Sorgen und Ängsten zu befreien. Sie wird auch als Versenkung bezeichnet.
Meditation ist eine Fähigkeit, die grundsätzlich jeder erlernen kann. Sie bezeichnet das Können, sich in jedem Augenblick auf sich selbst zu besinnen. Mit dem Verfahren lassen sich innere Ruhe und Gelassenheit erlernen.
Besonders, wenn es im Job hoch hergeht, ist es wichtig, sich eine Oase der Ruhe inmitten aller Hektik zu schaffen. Das anfängliche Training sollte zehn bis 20 Minuten umfassen. Das Wichtigste ist zunächst, für eine ruhige und entspannte Atmosphäre zu sorgen. Das Telefon sollte ausgestöpselt und der Fernseher ausgeschaltet sein. Zudem sollten Sie bequeme Kleidung anlegen und sich in eine behagliche Sitz- oder Liegeposition begeben. Planen Sie anfangs genügend Zeit ein, denn jede Unterbrechung sorgt für eine Störung der Konzentration.

Autogenes Training
Auch das autogene Training gehört zu den nützlichen Entspannungstechniken. Diese Strategie kann sowohl in der Gruppe als auch unter fachkundiger Anleitung als Einzelperson erlernt werden. Psychologen und Ärzte raten aber von einem Selbststudium ab, da es bei fehlerhafter Ausführung zu „Fehlprogrammierungen“ kommen kann.

Diese Entspannungstechnik beruht auf dem Prinzip der Autosuggestion. Bei den einzelnen Übungen sagt man sich formelhafte Vorstellungen vor, die im Idealfall auch visualisiert werden. Ein Beispiel für eine solche Übung ist die sogenannte Herzübung. Hierbei konzentriert man sich auf den eigenen Herzschlag. Die Vorstellung beruht auf der Suggestion, dass der Herzschlag ruhig und gelassen ist. Man erteilt also Aufträge an sich selbst und seinen Körper, die nach ausreichendem Training im Unterbewusstsein verankert sind.
Mit der Rücknahme führt man bewusst den Zustand des Erwachens aus. Die Übung ist hiermit beendet.