Entzündung vom Bauchnabelpiercing - was tun?

Eine Entzündung vom Bauchnabelpiercing muss unbedingt behandelt werden, denn sie kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben


Piercing ist modern, doch werden die Hygieneempfehlungen nicht berücksichtigt, kommt es schnell zu einer Entzündung. Vom Bauchnabelpiercing geht diese Gefahr genauso aus wie bei allen anderen Körperteilen – selbst das als völlig harmlos geltende Durchstechen der Ohrläppchen ist nicht ganz ungefährlich. Gerne wird beim Piercing übersehen, das es sich um eine Verletzung der Haut handelt und gesundes Gewebe dabei geschädigt wird.

 

 

Häufige Ursachen für eine Entzündung im Anschluss an ein Piercing

  • Eine Entzündung vom Bauchnabelpiercing entsteht meistens, wenn beim Durchstechen der Haut oder während der Heilung der Wunde Hygienevorschriften nicht beachtet werden.
  • Auf unserer Haut leben unzählige Kleinstlebewesen, die für eine gesunde Dermis sorgen – gelangen sie im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut, verwandelt sich ihr positive Wirkung in eine negative, es kommt zu einer Entzündung.
  • Deshalb muss vor dem Durchstechen die Haut desinfiziert werden. Ganz wichtig ist es, dass jedes Piercing mit einer neuen, sterilen Nadel erfolgt um jegliche Ansteckungs- und Infektionsgefahr auszuschließen, genauso wie der Piercer bei jedem Kunden verpflichtet ist, neue sterile Handschuhe zu tragen.
  • Um nach dem Durchbohren der Haut die Entzündung vom Bauchnabelpiercing zu verhindern, ist die Wunde während der Heilung regelmäßig mit entsprechenden Desinfektionsmitteln zu spülen und sauber zu halten.
  • Erst wenn sich die oberste Hautschicht vollständig geschlossen hat, besteht keine Gefahr mehr. Zu einer Infektion kann es auch kommen, wenn eine allergische Reaktion auf das Metall des Ringes vorliegt.

Anzeichen und Behandlung einer Entzündung

  • Besteht der Verdacht auf eine Entzündung vom Bauchnabelpiercing, muss der Ring sofort herausgenommen werden. Die ersten Anzeichen sind eine Erwärmung der Haut, es folgt eine Rötung mit Schwellung sowie ein Berührungsschmerz.
  • Wir das Piercing entfernt, heilt die Wunden in den meisten Fällen schnell ab, verbleibt es in der Haut, kann es zu einer gefährlichen Infektion mit schwerwiegenden Folgen kommen, aller spätestens, wenn die Hautverletzung zu eitern beginnt, wird das Aufsuchen eines Arztes unumgänglich.
  • Dieser spült die Wunde mit einer geeigneten Flüssigkeit, versorgt sie mit einer Salbe oder Creme und verbindet sie neu. Je nach Schwere und Ursache der Entzündung unterstützt er die Therapie mit Antibiotika, Cortisonpräparaten, Antimykotika, Retinoiden, Immunsuppressia oder Antihistaminika.
  • Von einer Eigenbehandlung mit Medikamenten ohne ärztliche Aufsicht ist in jedem Fall abzuraten, viele Entzündungshemmer haben nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen.