Epilieren: Wer schön sein will, muss leiden?

Dieses alte Ammenmärchen stimmt, wenn wir uns betrachten, was Frauen alles auf sich nehmen, um haarfrei zu sein. Doch, gehört Epilieren zu den Foltermethoden oder nicht?


Es gibt viele Möglichkeiten seine Körperhaare loszuwerden. Es scheint, als sei für jeden etwas dabei, aber meistens verfährt man am gesündesten (denn auch Schmerzen sind Stress!), wenn man in den Kosmetiksalon geht und es dort von einem Profi machen lässt.
Die Möglichkeiten für zu Hause lassen sich auf ein bis zwei Stück reduzieren: Neben den selbstgekauften Kalt- oder Warmwachsstreifen kann man sich auch mit einem speziellen Gerät epilieren.

Viele kleine Helfer
Ein Epiliergerät entfernt durch bis zu 40 Pinzetten, die sich abwechselnd öffnen und schließen, die Haare durch Rausreißen. Dabei wird das Haar nicht, wie irrtümlich angenommen, mit der Haarwurzel entfernt, sondern lediglich an der Haarwurzel. Das heißt, Haare wachsen nach zwei bis vier Wochen wieder nach. So ein Gerät kostet zwischen 20 und 100 Euro, wobei zu empfehlen ist, sich ein teureres anzuschaffen. Diese Geräte von namenhaften Herstellern bieten oft Starter Packs an, was vorteilhaft ist, wenn man noch grün hinter den Ohren in Sachen Epilation ist.
Sie beinhalten Kühlpacks, spezielle Anfänger- und Fortgeschrittenen-Aufsätze oder Massageköpfe.

Mittlere Schmerztoleranz
Für welches Gerät Sie sich auch entscheiden sollten, der Vorgang einer Epilation ist leider kein Spaziergang, wobei es von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Manche haben keinerlei Probleme mit dem Ziepen an der Haut, andere sind da schon ein bisschen empfindlicher.
Der Vorgang ist aber, immerhin, sehr einfach. Gerät anschalten, möglichst senkrecht ansetzen und gegen die Wuchsrichtung ziehen. Wer es langsam machen kann, der erwischt so viele Haare wie möglich. Sind Sie schmerzempfindlicher, hilft es Ihnen wahrscheinlich, wenn Sie das Gerät schneller seine Bahnen ziehen lassen.

Doch mit ein Paar Tipps wird die Epilation garantiert nicht zum Horrortrip:

  • Duschen Sie vorher! Heißes Duschen öffnet die Poren und die Haare lassen sich leichter und schmerzfreier entfernen. Außerdem muss die Haut sauber und fettfei sein.
  • Eine große Hilfe ist auch das mitgelieferte Kühlungspad. Legt man dieses für ein paar Minuten auf die zu epilierende Stelle, so merkt man kaum noch etwas vom Zupfen der Haare. Allerdings dauert es dadurch ein bisschen länger.
  • Nutzen Sie den, wenn mitgelieferten, Massageaufsatz. Durch die kleinen Rollen wird die Haut zusätzlich stimuliert, was einen Peelingeffekt auf die Hautstruktur hat, die nach längerer Zeit merklich verbessert aussieht.

Anwendungsgebiete
Epilieren darf man sich aber generell nur an den Beinen, Armen oder im Gesicht. Unter den Achseln und im Bikinibereich ist die Haut zu weich und hat nicht genug Spannkraft, um den Pinzetten etwas entgegenzusetzen. Außerdem wäre es dort viel zu schmerzhaft!

Informieren Sie sich also gut, welches Gerät es sein soll. Wichtig ist die Anzahl der Pinzetten am Kopf, denn je mehr Pinzetten vorhanden sind, desto schneller können Sie sich über glatte Beine freuen!