Erektionsstörung - die SKAT-Methode

Wer Potenzmittel nicht verträgt, muss notgedrungen auf eine weitere Methode der Erektionshilfe umsteigen. Die SKAT-Methode ist eine Alternative.


Viele Männer merken schon lange bevor sie zum Arzt gehen, dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmt. Und Probleme mit der eigenen Potenz kommen nicht von heute auf morgen. Betroffene berichten, dass es ein langer Prozess ist, bei dem immer wieder etwas “wegbröckelt”. Erst merken sie Veränderungen in der Standfestigkeit des Gliedes, dann steht er hin und wieder gar nicht, andere Male klappt es besser. Irgendwann aber kann Mann gar nicht mehr – hier beginnt die Zeit der psychischen Probleme und des Drucks. Die Frage nach der eigenen Männlichkeit kommt auf, danach, ob es an einem Selbst, an der Partnerschaft oder am Körper liegt. Die Frage nach dem Warum macht das Problem Erektionsstörung nur noch schlimmer. Ein Teufelskreis, aus dem so schnell niemand mehr entkommt. Deshalb ist es auch wichtig, rechtzeitig zum Arzt zu gehen und sich diesem anzuvertrauen.

Stufenweise gesteigerte Behandlung
Die Welt-Gesundheits-Organisation hat die Behandlung solcher Potenzprobleme stufenweise festgelegt. In Deutschland laufen solche Therapien also immer nach einem festgesetzten Schema ab, bei dem der Betroffene zu erst mit psychologischen und dann mit medikamentösen Mitteln, also mit Potenzmitteln, behandelt wird. Was ist aber, wenn keiner dieser beiden Behandlungen anschlägt und die Situation des Einzelnen nicht besser wird!? In wenigen Fällen kann es passieren, dass die PDH-5-Hemmer keine Wirkung erzielen oder diese bei Einzelfällen nicht angewandt werden dürfen. Dies ist zum Beispiel bei Patienten mit starken Herz-Kreislauf-Problemen der Fall.

Gefäße erweitern dank der SKAT-Methode
Eine andere Möglichkeit der Therapie liegt hier in der SKAT-Methode – der Schwellkörper-Auto-Injektionsmethode. Bei dieser wird ein gefäßerweiternder Stoff direkt in den Schwellkörper des Mannes injeziiert. Dies passiert mittels einer Spritze mit sehr feiner Nadel, die kaum zu spüren ist. Zum Einsatz kommen hier sogenannte Prostalgine, die die Gefäße im Schwellkörper so erweitern, dass Blut einfließen kann und das Genital so volle Größe erreicht.

Nachteile
Die Nachteile dieser Behandlung liegen darin, dass viele Männer vor den möglichen Schmerzen einer Injektion zurückschrecken. Andererseits kann es durch häufige Einspritzungen zu Vernarbungen oder anderen Komplikationen am Glied kommen. Auch kann es in seltenen Fällen zu einer Dauererektion kommen, die sehr schmerzhaft sein kann.
Eine Alternative zur SKAT Methode nennt sich MUSE. Hier kommt der gleiche Wirkstoff zum Einsatz, allerdings wird dieser durch einen Schlauch in die Harnröhre geleitet, was die Dosierung des gefäßerweiternden Mittels beeinflusst. Dadurch, dass der Wirkstoff erst die Harnröhre passieren muss, wird mehr davon benötigt.

Die SKAT-Methode wird vom Patienten selbst angewendet und bedarf keiner örtlichen Unterstützung. Vergleichbar ist dies mit dem Anwendung von Insulin-Spritzung bei einer Diabetes.