Erektionsstörungen beim Mann: Tipps für Sie

Ihr Partner leidet unter Erektionsstörungen? Nun müssen Sie etwas tun, damit Ihre Beziehung nicht daran zerbricht.


Mal wieder hat es nicht geklappt, obwohl die Voraussetzungen denkbar günstig waren; beide waren erregt, die Atmosphäre aufgeladen mit sexueller Energie. Doch kurz vor dem Eindringen geht gar nichts mehr. Sie versucht ihm mitzuteilen, dass es alles nicht so schlimm ist und er denkt, dass sie ihn nur trösten will. Am Ende schlafen beide mit schlechten Gefühlen ein.

Ratgeber Frau - So fühlt sie
Bei Erektionsstörungen des Mannes ist nicht etwa zwangsläufig er derjenige, der am meisten leidet. Die Partnerin ist ebenso betroffen, manchmal hat sie sogar das schlimmere Los gezogen. Dann nämlich, wenn er sein Problem nicht wahrhaben möchte. Frauen mit einem impotenten Partner fühlen sich häufig minderwertig, denken, dass ihre Attraktivität nachgelassen hat, sie zu alt, zu dick, zu uninteressant geworden sind. Sie zweifeln an sich und seiner Liebe und fragen sich, was sie falsch gemacht haben. Auch Seitensprünge werden oft vermutet.
Frauen leiden mehr unter der selbst gewählten Sprachlosigkeit ihres Partners als unter der Erektionsstörung. Sie wollen ins Gespräch kommen, um über ihre Gefühle zu sprechen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Aber oftmals scheitern Gesprächsversuche an einem uneinsichtigen Mann.

Kommunikation ermöglichen
Ein klärendes Gespräch ist zwar nicht der Ausweg aus der Misere aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Leider sind nur die wenigsten Männer dazu bereit, sich zu öffnen und die Partnerin an ihrer Gefühlswelt teilhaben zu lassen. Männer tendieren dazu, Probleme mit sich selbst auszumachen, anstatt sich Hilfe zu suchen. Auch bei Erektionsstörungen ist das nicht anders. Die Betroffenen ziehen sich zurück, selbst kleine Zärtlichkeiten fallen weg, da die Männer Angst haben, dass sie in Sex münden könnten. Versuchen Sie dennoch, mit Ihrem Partner ein Gespräch zu führen, indem Sie darauf hinweisen, dass die Beziehung in Gefahr ist. Sprechen Sie über ihre Ängste, Selbstzweifel und verdeutlichen auch, dass erfüllender Sex nicht mit einer Penetration verbunden sein muss. Eine professionelle Paar- oder Sexualtherapie kann helfen, die ersten kommunikativen Hürden zu überwinden, da der Fachmann weiß, wie er gezielt eingreifen und steuern kann.

Spielarten des Sex kennenlernen
Wichtig zu wissen ist auch, dass eine erfüllende Sexualität auch ohne Erektion möglich ist. Da Erektion, Ejakulation und Orgasmus voneinander unabhängige Prozesse sind, kann ein Mann auch mit schlaffem Penis zum Orgasmus kommen. Manuelle Stimulation oder Oralverkehr kann ins das Sexualleben einbezogen werden, sie kann ebenfalls mit der Hand oder der Zunge stimuliert werden, sodass beide zum Höhepunkt kommen. Oftmals gelangen Frauen durch eine Stimulierung der Klitoris leichter zum Orgasmus als durch ein Eindringen in die Vagina. Daneben können sich Paare streicheln, massieren und ihre erogenen Zonen neu kennenlernen. Zur Unterstützung der Erektion können schließlich Hilfsmittel zum Einsatz kommen, doch welches am besten geeignet ist, kann nur ein Arzt beurteilen.

Überzeugen Sie ihn, zum Arzt zu gehen
Erektionsstörungen sind heute sehr gut behandelbar, nur in Ausnahmefällen kann der Arzt nichts machen. Dank Viagra, Penispumpe und Co. können viele Männer ihre alte Standhaftigkeit zurückerlangen. Doch nicht nur wegen der vielen Möglichkeiten, wie eine Erektionsstörung wirksam behandelt werden kann, sollte ein betroffener Mann unbedingt zum Arzt gehen. Tatsache ist: Erektionsstörungen können Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein, etwa Diabetes, koronare Herzkrankheiten oder Arterienverkalkung. Nur wenn solche Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden, besteht die Möglichkeit, nicht nur die Lebensqualität zu verbessern sondern auch die Lebenserwartung zu steigern.