Erfolgreich studieren dank Tagesmutter

Studierende mit einem oder mehreren Kindern stoßen im Studienalltag häufig auf besondere Anforderungen. Eine Tagesmutter kann den Alltag vielfach erleichtern.


Wer mit Kind studiert, der weiß um die finanziellen und vor allem zeitlichen Probleme, die für viele Studierende eine große Herausforderung darstellen. Denn oftmals sind die Studiengänge und Prüfungsordnungen nicht für Studierende mit Kind ausgelegt, was zu zusätzlichen Belastungen und somit nicht selten zu einem längerem Studium führt. Eine Tagesmutter kann helfen, zumindest einige der zeitlichen Probleme von studierenden Eltern zu lösen und bietet somit zahlreiche Vorteile.

Was kennzeichnet eine gute Tagesmutter?
Neben der Grundvoraussetzung gerne mit Kindern zu arbeiten, muss eine Tagesmutter verantwortungsbewusst, flexibel und vor allem strapazierfähig sein. Um ein gutes Verhältnis zu den Eltern des Pflegekindes zu bewahren, sollte die Tagesmutter außerdem ein gesundes Maß an Toleranz, Kritikfähigkeit und Kompromissbereitschaft aufweisen. Neben den grundlegenden charakterlichen Eigenschaften sollte die Tagesmutter auch über geeignete Räumlichkeiten verfügen. Das bedeutet nicht, dass zwangsläufig ein großes Haus mit Garten vorhanden sein muss, aber zumindest sollte das Tageskind genügend Platz zum Spielen haben, ebenso wie eine Rückzugsmöglichkeit. Je nach Alter des Pflegekindes sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Wohnung dementsprechend abgesichert ist.

Behördliche Schritte: Pflegeerlaubnis vom Jugendamt
Selbstständige Tagesmütter, die ein Entgelt erhalten, müssen eine offizielle Zulassung und eine Pflegeerlaubnis vom Jugendamt vorweisen können. Die Pflegeerlaubnis entscheidet auch darüber, wie viele Pflegekinder von der Tagesmutter betreut werden dürfen. Je nach gesundheitlicher Verfassung sowie je nach persönlicher und fachlicher Eignung darf eine Tagesmutter bis zu fünf Pflegekinder betreuen. Um die Pflegeerlaubnis zu erhalten, wird vom Jugendamt ein ärztliches Attest der Tagesmutter, polizeiliche Führungszeugnisse, eine Auskunft über die Anzahl aller volljährigen, im Hause der Tagesmutter lebenden Personen sowie eine Schufa-Auskunft verlangt. Seit 2006 werden außerdem pädagogische Qualifikationen sowie absolvierte, auf Kinder zugeschnittene erste-Hilfe-Kurse vorausgesetzt.

Vermittlung von Tagesmüttern
Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Für die Vermittlung von Tagesmüttern eignet sich das örtliche Jugendamt am besten. Dort besteht die Möglichkeit mittels einer Kartei über die derzeit verfügbaren Tagesmütter stichpunktartig Auskunft zu erhalten. Auf diese Weise können die Berater des Jugendamtes nach zueinander passenden „Partnern“ suchen. Auch erfordert die Suche über das Jugendamt weniger Aufwand, denn die Berater vermitteln zwischen Eltern des Pflegekindes und der Tagesmutter. Passen die Vorstellungen zusammen, so vergibt das Jugendamt die Telefonnummer der Tagesmutter, mit welcher sich die Eltern daraufhin in Verbindung setzen können. Ein wesentlicher Vorteil über das Jugendamt zu suchen ist, dass dieses die Seriosität der dort registrierten Tagesmütter garantiert. Wer nicht über das Jugendamt suchen will, der kann sich neben vielen privaten Tagespflegebörsen auch an kirchliche Verbände wie die Caritas wenden. Auch bieten viele Hochschulen flexible Kinderbetreuungen an, die von studierenden Eltern gegen einen nur sehr geringen Aufpreis in Anspruch genommen werden können.