Ist für Verliebte Körperkontakt tabu, wenn die Nase läuft? Kann ein Saunabesuch Fieber senken? Und wie sieht es mit den frei verkäuflichen Nasensprays aus: sind sie wirklich so harmlos, wie immer behauptet wird? Wir haben für Sie die bekanntesten Erkältungsmythen zusammengetragen und sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht.
Testen Sie Ihr Wissen rund um das Thema Erkältungsmythen
Küssen verboten?
Die Nase läuft, die Augen sind gerötet und in den Haaren kleben noch Reste des verbrauchten Taschentuchvorrats. Wer gerade mit einer Erkältung kämpft, ist für seine Mitmenschen selten ein schöner Anblick. Nichtsdestotrotz haben auch kranke Menschen ein verständliches Bedürfnis nach emotionaler und körperlicher Nähe. Doch sollte man seinem Schatz in dieser Zeit überhaupt nahe kommen?
Der Austausch von Zärtlichkeiten zwischen Partnern ist während einer Erkältung nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht. Denn bei zärtlichen Berührungen, sanften Streicheleinheiten und kessen Küssen werden zahlreiche positive Stoffe freigesetzt, unter anderem Adrenalin und Endorphine – die körpereigenen Glücklichmacher. Da auch die Psyche eine wesentliche Rolle bei der Gesundung spielt, raten Experten, auch das seelische Wohlbefinden nicht zu vernachlässigen.
Zudem steigt der Puls und die Durchblutung wird verbessert. Bereits ein Kuss hilft bei der Heilung; das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren und der Kampf gegen die Viren läuft noch emsiger ab.
Die Ansteckungsgefahr für den gesunden Partner ist gering, denn die Viren gelangen mit dem Speichel in den Magen, wo sie unmittelbar von der Magensäure zersetzt werden. Doch nicht nur das, Küssen stärkt obendrein das Immunsystem Ihres Partners, denn er kommt in den Kontakt mit verschiedenen Viren, sodass jeder Kuss zu einem sanften Training für sein eigenes Abwehrsystem wird. Eine bessere und vor allem angenehmere Art der Vorbeugung kann man sich wohl kaum vorstellen.
Heilsame Hitze?
Wenn es draußen schneit und stürmt, ist man im warmen Zuhause am besten aufgehoben. Die noch gesündere Wahl ist die Sauna – wenn man denn im Besitz einer solchen ist oder das Schwimmbad um die Ecke hat. Doch stellt die Sauna auch bei einer Erkältung den idealen Aufenthaltsort dar?
Nein, denn für den bereits geschwächten Körper sind die extremen Temperaturunterschiede eine enorme Belastung. Die Differenz zwischen Sauna und der Umgebungstemperatur kann schnell bis zu 20 Grad Celsius betragen. Diese Temperaturunterschiede sind zu hoch für den kranken und geschwächten Organismus. Nur ein bereits abgehärteter und gesunder Körper kann solche Anforderungen unbeschadet überstehen. Wenn Sie jedoch gesundheitlich angeschlagen sind, schwächt ein Saunagang das Immunsystem unnötig, im Ernstfall kann sich eine leichte Erkältung sogar noch verschlimmern. Erst wenn Sie wieder völlig fit sind, sollten Sie wieder in die Schwitzkammer gehen, dann allerdings in regelmäßigen Abständen. Nur wer mindestens einmal wöchentlich über einen Zeitraum mehrerer Monate die hohe Hitze über sich ergehen lässt, unterstützt sein Immunsystem.