Erkrankungen durch Übergewicht begünstigen Impotenz

Übergewicht wirkt sich nicht nur negativ auf die organische Gesundheit aus, sondern begünstigt auch das Auftreten von Erektionsproblemen.


Wer stark übergewichtig ist, hat in der Regel mit einer Menge Folgeerkrankungen zu kämpfen, vor allen Dingen, wenn das Übergewicht den Körper schon einige Jahre belastet. Zu diesen organischen Erkrankungen, wie Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose gesellt sich sehr oft nach einer Weile auch die Erektile Dysfunktion. Es ist aus Studien bekannt, dass übergewichtige Männer dreimal häufiger an Erektionsproblemen leiden, als normalgewichtige. Der Grund dafür ist, dass nicht das Übergewicht selbst Potenzprobleme verursacht, sondern die Folgeerkrankungen eine Erektionsstörung nach sich ziehen.

Diabetes – schleichende Nervenschädigung
Diabetes ist eine typische Erkrankung, die nach jahrelangem starken Übergewicht eintritt. Wenn Betroffene sich nicht strikt an die Behandlungsregeln dieser Erkrankung halten, treten oft weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen auf. Die Erektile Dyfunktion zählt dabei zu den häufigsten Folgeerkrankungen bei Männern mit Diabetes. Der Grund liegt darin, dass zu hohe Blutzuckerwerte auf vielfältige Art die Nerven und Blutgefäße schädigen können, und somit die Erektion unmöglich gemacht oder beeinträchtigt wird. Wenn man nur vorübergehend hohe Blutfettwerte hat, ist die Erektionsstörung in der Regel auch wieder verschwunden, wenn sich der Blutzucker normalisiert hat. Die Gefahr liegt in der langfristigen Erhöhung des Insulinspiegels. Dadurch werden nämlich die Penisnerven auch auf Dauer geschädigt. Eine ausreichend starke und lange Erektion kommt immer öfter nicht zustande, bis es nach einer Weile gar nicht mehr funktioniert.

Testosteronmangel durch Diabetes
Auch ist es nicht untypisch, dass diabeteskranke Männer weniger Testosteron produzieren als normal gesunde Männer. Dabei ist der Hormonspiegel das entscheidende für eine funktionierende Sexualität. Zu wenig des wichtigsten männlichen Hormons Testosteron, kann ein Grund für Erektionsprobleme sein. In dem Fall kann man mit einer Hormontherapie Abhilfe schaffen. Doch auch seelische Probleme können bei Diabetikern Schuld an dieser Störung haben, beispielsweise durch Sorgen um Gesundheit, Stress oder sexueller Leistungsdruck. Bestimmte Medikamente können dazu beitragen, dass das Risiko erhöht ist. Meistens spielen aber auch alle Ursachen in unterschiedlichen Gewichtungen zusammen, was bei der Behandlung auch beachtet werden sollte.

Bluthochdruck und Arteriosklerose
Bluthochdruck erzeugt ebenfalls eine Reihe weiterer Erkrankungen wie Arteriosklerose und erhöht immens das Schlaganfallrisiko. Impotenz gehört ebenfalls dazu. Nicht ohne Grund leiden etwa ein Drittel der Bluthochdruckpatienten an Erektionsstörungen. Oft stehen die blutdrucksenkenden Medikamente im Verdacht der Auslöser zu sein. Dies kann bei einigen Medikamenten zwar der Fall sein, doch spielen meistens die körperlichen Schäden die größere Rolle. So zum Beispiel Arteriosklerose. Wenn man daran leidet, ist die ausreichende Durchblutung der Schwellkörper im Penis nicht mehr gegeben, was zu Impotenz führt. Doch all die körperlich-organischen Ursachen sind in der Regel durch eine starke Gewichtsreduktion verbesserbar und dadurch wird auch die Erektionsfähigleit wieder enorm verbessert.