Eine der bekanntesten Folgen von UV-Schäden ist die vorzeitige Alterung der Haut. Denn UV-Strahlung schädigt das Kollagen des Bindegewebes in der Lederhaut, indem es deren Abbau anregt. Dadurch wird die Haut schlaffer, dünner und verliert die Fähigkeit Wasser einzuspeichern. Die Haut wird faltig. Aber nicht nur die Haut ist von der schädlichen Wirkung der UV-Strahlung betroffen. Unser ganzer Körper hat mit den Auswirkungen zu kämpfen. UV-B schwächt zum Beispiel unser Immunsystem, was zu einer Verschlechterung von Infektionskrankheiten führen kann und das Krebsrisiko erhöht, da kranke Zellen nicht erkannt werden.
Augenschäden
Werden die Augen nicht vor der UV-Strahlung geschützt, kann es auch hier zu Erkrankungen der Augen kommen, so ist auch eine Trübung der Augenlinse (Katarakt, Grauer Star) möglich. Bekannt ist auch die Schneeblindheit, die durch zu hohe UV-Strahlung (besonders UV-B) ausgelöst wird. Aber nicht nur im Schnee kann es zu Verletzungen des Auges kommen, sondern auch auf dem Wasser, in großen Höhen und durch künstliche UV-Quellen, wie Schweißgeräte und UV-Lampen im Solarium, nehmen die Augen großen Schaden. Die Blindheit entsteht durch eine Zerstörung der äußersten Hornschicht. Das Auge bekommt praktisch einen Sonnenbrand, der bis zu drei Tage anhält. Betroffene sollten umgehend aus der Sonne in einen dunklen Raum gehen, die Augen schließen und mit Eis kühlen. Es muss so schnell wie möglich ein Augenarzt aufgesucht werden, da sich sonst Narben auf der Hornhaut bilden. Bei schweren Verbrennungen kann man für immer erblinden.
Erkrankungen der Haut - Lichtschwielen
Die Mechanismen, welche die Schneeblindheit auslösen, wirken sich in der Haut als sogenannte Lichtschwielen (aktinische Keratosen) aus. Sie gelten seit Kurzem als eine Vorstufe von Hautkrebs. Dabei handelt es sich um eine Verhornung der obersten Hautschicht nach hoher UV-Belastung. Diese Lichtschwielen treten oft auf der Stirn, auf dem Nasen- und Handrücken, an Ohren und Schultern sowie an den Unterarmen auf. Sie fühlen sich sehr rau an und bilden rötliche oder braune, nicht klar begrenzte Flecken mit Schuppen auf der Haut. Im Anfangsstadium sind sie gut mit Salben, Vereisungstherapie und einer Vielzahl weiterer Methoden zu bekämpfen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Operation unumgänglich.