Lateinischer Name: Alnus glutinosa
Herkunft: Europa und östliche Randgebiete, Skandinavien, Vorderasien, Nordafrika
Beschreibung Farbe und Struktur:
Der Splint und das Kernholz sind gleich und haben eine blass rötlichgelbe bis gelbrote Farbe. Allmählich dunkelt das Holz bräunlich nach. Die Poren sind fein bis zerstreut und kaum sichtbar. Oft sind Markflecken zu erkennen.
Verwendung / Weiteres:
Erlen sind immergrüne Bäume und Büsche, ebenfalls mit diversen Arten. Es gibt zum Beispiel die Italienische Erle, die Oregon-Erle oder die Schwarz-Roterle. Erlen sind meistens große, schlanke Bäume, haben einen Durchmesser von ungefähr 30 bis 80 Zentimeter und bis auf 12 Meter astfreie Schaftlängen. Erlenholz ist leicht, weich, aber dennoch fest und zäh. Besonders eignet es sich zum Sägen, teilweise auch zum Schälen, zudem zum Drechseln und für Schnitzarbeiten. Die Trocknung, egal ob in der Kammer oder in freier Luft, funktioniert schnell, ohne dass besondere Verformungen festzustellen sind. Die Oberflächen lassen sich hervorragend und sauber zu glatten Flächen herausarbeiten und können im Anschluss gut behandelt werden. Hierbei können alle gängigen Mittel verwendet werden, besonders zum Beizen und Polieren ist Erlenholz geeignet. Erlenvollholz wird gern als Imitat für Edelhölzer benutzt. Bei der Möbelproduktion und im Stuhlbau beispielsweise, aber auch für Musikinstrumente, Bilderleisten, Holzschuhe, Bleistifte, als Modellholz und für Schnitzarbeiten. Dabei wird nicht zwischen Weiß- und Schwarzerle unterschieden, obwohl die Schwarzerle, weil sie qualitativ hochwertiger ist, geschätzt und bevorzugt wird. Weitere Verwendung findet Erlenholz als Schälfurnier für Sperrholz und Zigarrenkisten, gefärbt als Nussbaumersatz. Die Amerikanische Roterle wird zunehmend als Kirschbaumersatz immer beliebter.