Ernährung bei Eisenmangelanämie - Tipps

Wichtig für die richtige Ernährung bei Eisenmangelamnäsie ist die optimale Kombination der Lebensmittel


Eisen ist für den Körper ein wichtiger Mineralstoff, der für die Bildung der roten Blutkörperchen (Hämglobin) und die Funktion der Haut - und Schleimhautzellen verantwortlich ist. Kommt es durch akute oder chronische Blutungen (Menstruation, Magen, Darm), durch falsche Ernährung (beispielsweise bei Säuglingen, die zu viel Milch bekommen) oder bei erhöhtem Bedarf (in der Schwangerschaft und Stillperiode) zu Mangelerscheinungen, dann sind typische Symptome Müdigkeit, Blässe, trockene Schleimhäute, Kopfschmerzen, rissige Mundwinkel, brüchige Fingernägel und Haarausfall. Der richtigen Ernährung bei Eisenmangelanämie kommt deshalb so große Bedeutung zu, da die Eisenaufnahme aus der Nahrung für den Körper einfacher ist als die mit Hilfe von Tabletten.

Grundsätzliches zur Ernährung bei Eisenmangelanämie
Es gibt Lebensmittel, für die der Körper Rezeptoren entwickelt hat, um das Eisen entsprechend gut zu verarbeiten - das sind vor allem Leber, Fleisch und Wurst. Sie sind für die Ernährung bei Eisenmangelanämie am besten geeignet. Die Aufnahme aus anderen eisenhaltigen Nahrungsmitteln ist schwieriger und kann durch zusätzliche Einnahme von rezeptionsfördernden Stoffen, wie zum Beispiel Ascorbinsäure, erheblich verbessert werden - vor allem dann, wenn die Einnahme gleichzeitig erfolgt. So erhöhen beispielsweise ein Glas Orangensaft oder kleine Mengen roter Paprika die Resorption bereits erheblich. Dies ist vor allem für Vegetarier wichtig, da sie auf Lebensmittel angewiesen sind, aus denen Eisen nur schwer herausgelöst werden kann und die Menge daher entsprechend groß sein muss.

Vorschläge zur richtigen Ernährung bei Eisenmangelanämie
Sehr eisenreich sind neben Fleisch, Leber und Wurst vor allem Gemüsesorten wie Kohl, Möhren, Spinat und Feldsalat, viele Gewürze wie Koriander, Pfeffer, Petersilie und Zimt, bestimmte Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen, Vollkorngetreide, Ölsaaten und Nüsse.
Ganz wesentlich ist das Vermeiden von Rezeptionshemmern wie Milch, Eier, Phytinsäure in unfermentierten Getreidesorten und manchen Hülsenfrüchten sowie Tannin in Kaffee und Tee, Kalzium und Magnesium, Phosphaten und Oxalsäure. Rezeptionsförderer sind neben Ascorbinsäure auch in etwas geringerem Maße Apfel-, Wein- und Essigsäure sowie Fructose. Der wichtigste Grundsatz für die Ernährung bei Eisenmangelanämie muss daher sein, soviel eisenreiche Lebensmittel wie möglich in Kombination mit Rezeptionsförderern zu sich zu nehmen. Unterstützend wirken kann ein Tee aus Brennnessel, Löwenzahnkraut und Schafgarbe.