Ernährungstabelle bei Gicht: Welche Nahrungsmittel sind OK?

Für Menschen mit zu hohem Harnsäurespiegel ist eine Ernährungsumstellung unerlässlich. Eine Ernährungstabelle bei Gicht hilft gerade zu Beginn der Krankheit, sich neu zu orientieren.


In der Medizingeschichte hieß sie „Krankheit der Könige“, denn Gicht wird durch zu üppige Nahrung mit erhöhter Zufuhr von Kalorien, Fett, Zucker und Alkohol verursacht. Dies kann eine Störung im Purin- beziehungsweise Harnsäurestoffwechsel hervorrufen und zu erhöhten Harnsäurewerten führen. Die Harnsäure beginnt sich auszukristallisieren und in den Gelenken abzulagern, wo sie schmerzhafte Gichtanfälle hervorrufen kann. Wer davon betroffen ist, muss seine Ernährung langfristig umstellen und die Zufuhr harnsäurebildender Purine rapide einschränken. Der Umgang mit einer Ernährungstabelle bei Gicht kann dabei helfen, sich in Zukunft umsichtiger zu ernähren.

Ernährung bei erhöhten Harnsäurewerten
Die Faustregel ist im Grunde ganz einfach: eine fleischarme Ernährung, die vor allem Innereien meidet und der Verzicht auf bestimmte Fische und Seetiere ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Detaillierteren Aufschluss gibt eine Ernährungstabelle bei Gicht, in der aufgeschlüsselt wird, wie hoch der Puringehalt einzelner Nahrungsmittel ist. Darin wird aufgeschlüsselt, wie viel Milligramm Purine auf 100 Gramm in den jeweiligen Lebensmitteln enthalten sind. Auf Nahrung, die mehr als 150 Milligramm dieses Stoffes enthält, sollte dann in Zukunft verzichtet werden. So enthalten beispielsweise Fleischextrakte wie Brühe einen astronomischen Wert von 3.500 und sollten sofort vom Speisezettel gestrichen werden. Unbedenklich dagegen sind die meisten Getreide- und Vollkornprodukte sowie Obst und Gemüsesorten.

Der Umgang mit der Gicht im täglichen Leben
Der Blick in eine Ernährungstabelle bei Gicht ist vor allem sinnvoll, um detaillierten Aufschluss über die Lebensmittel zu erhalten, die sich sozusagen im Grenzbereich befinden und deshalb bedingt zulässig sind, wie zum Beispiel Hülsenfrüchte. Darüber hinaus gibt es aber einige Regeln, die grundsätzlich dabei helfen, die Purinzufuhr niedrig zu halten. So sind grundsätzlich mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt besser als zu üppig ausfallende Essgewohnheiten. Fleisch sollte so wenig wie möglich gegessen werden, am besten wäre es, ganz darauf zu verzichten. Denn Obst, Gemüse und Kartoffeln haben nicht nur niedrige Purinwerte, sondern fördern darüber hinaus die Entsorgung der Harnsäure über die Nieren. Eine Ernährungstabelle bei Gicht bietet gerade für die anfängliche Umstellung jedoch wichtige Hinweise und hilft auf dem Weg, sich auf andere Lebensgewohnheiten einzustellen.