Jedes Jahr werden in der Silvesternacht weltweit Millionen Feuerwerkskörper gezündet. Wenn alles gut geht, erleuchtet ein schönes Farbenspiel am Himmel und man kann unter lautem Krachen und Knallen das neue Jahr begrüßen. Doch leider passieren gerade in der Silvesternacht zahlreiche Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Verstümmelungen an den Händen oder auch Verbrennungen am Körper sind keine Seltenheit.
Wenn es ins Auge geht:
Bei 70 Prozent aller Unfälle durch Feuerwerkskörper kommt es zu Verletzungen der Augen. Eine wichtige erste Hilfe Maßnahme ist es, dass das Auge so schnell wie möglich ausgespült wird. Dazu eignet sich auch, falls nichts anderes zur Hand, ein herumstehendes Glas Bier oder ein Sekt. Denn die Flüssigkeit hilft, Verletzungen im ersten Moment zu lindern. So schnell wie möglich sollte jedoch ein Krankenwagen gerufen werden, damit das Auge in einer Klinik von einem Spezialisten auf Verletzungen untersucht werden kann.
Verbrennungen am Körper
Bei anderen Verbrennungen, zum Beispiel an Händen oder anderen Gliedmaßen sollten Sie zuerst versuchen, die Kleidung zu entfernen. Ist eine Schere zur Hand, schneiden Sie diese einfach auf. Versuchen Sie die Wunde zu kühlen. Wenn möglich sollte sie unter fließend kaltes Wasser gehalten werden, bis der Rettungswagen eintrifft. Da sich der Betroffene meist in einer Schocksituation befindet, sollten Sie ihm gut zureden, damit er Ruhe bewahren kann. Unter keinen Umständen sollten Sie versuchen, die Wunde zu desinfizieren. Sobald der Notarzt vor Ort ist, kann dieser sich um die Stillung der Schmerzen und eine Erstversorgung der Wunde kümmern.
Verbrennungen im Gesicht: Erste Hilfe
Nicht selten kommt es zu Verletzungen durch Feuerwerkskörper, wenn der Umgang mit Böllern zu leichtsinnig ist. Besonders häufig sind Verbrennungen im Gesicht. Hierbei kann es auch zu Anschwellungen der Atemwege kommen und es ist schwierig, den Verletzten zu beruhigen. Alarmieren Sie daher zuerst den Notarzt. Die Brandwunden sollten unter keinen Umständen abgedeckt werden. Versuchen Sie den Betroffenen in eine aufrechte Position zu bringen, das kann die Atmung erleichtern. Um gegebenenfalls eine Auskühlung zu vermeiden, sollten Sie den Patienten mit einer Decke wärmen, bis das Rettungsteam eintrifft.