Erziehungsgeld Antrag- Förderung der ersten zwei Jahre

Anspruch auf Erziehungeld haben Eltern in den ersten beiden Lebensjahren Ihres Kindes. Den Erziehungsgeld Antrag bekommen Sie bei der zuständigen Erziehungsgeldstelle.


Anspruch auf die Förderung durch Erziehungsgeld haben Erziehungsberechtigte, die in den ersten beiden Lebensjahren das Kind überwiegend selbst betreuen. Anspruchsberechtigt sind im Falle einer Zustimmung der Mutter auch unverheiratete Väter. Ebenfalls kann durch die Betreuung eines Kindes des Ehegatten oder Lebenspartners sowie für adoptierte Kinder und Kinder in Adoptionspflege der Bedarf geltend gemacht werden. Ausgenommen sind Pflegekinder.

Erziehungsgeld Antrag
Der Antrag auf Erziehungsgeld muss schriftlich bei der zugewiesenen Erziehungsgeldstelle ihres Wohnsitzes eingehen. Dort erhalten Sie auch vorgefertigte Formulare. Der Antrag ist auf die Dauer von zwölf Monaten beschränkt. Das Erziehungsgeld für das zweite Lebensjahr können Sie ab dem neunten Lebensmonat beantragen. In jedem Fall wird bei einem Erziehungsgeld Antrag die Geburtsurkunde des Kindes, eine Bescheinigung über das Mutterschaftsgeld und der Nachweis Ihres Einkommens verlangt.

Beschränkungen
Um Anspruch auf das Erziehungsgeld zu stellen, dürfen Sie nicht mehr als 30 Stunden Teilzeit in der Woche arbeiten. Befindet sich ein Elternteil in der Berufsausbildung, wird diese Einschränkung aufgehoben. Veränderungen müssen der Erziehungsgeldstelle umgehend mitgeteilt werden, beispielsweise bei der Aufnahme einer Vollzeitstelle. Erziehungsgeld wird mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet, wenn es sich um die Förderungshilfe desselben Kindes handelt. Erhalten Sie das Mutterschaftsgeld für ein weiteres Kind, darf das Erziehungsgeld nicht an das Mutterschaftsgeld angerechnet werden. Der Regelbetrag wird über zwei Jahre (bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats), bei einer Budgetvereinbarung über ein Jahr (Vollendung des 12. Lebensmonats) gezahlt. Ist die vorgeschriebene Einkommensgrenze bei Ihnen berücksichtigt, erhalten Sie einen monatlichen Regelbetrag von 300 Euro oder den monatlichen Budgetbetrag von 450 Euro. Die zu berücksichtigende Einkommensgrenze umfasst auch Arbeitslosengeld I, Kranken- sowie Verletztengeld.

Einkommensgrenzen
Die Einkommensgrenzen werden am Jahresnettoeinkommen berechnet und lauten wie folgt:

Beispiel für ein Kind
Regelbetrag Budget
1. bis 6. Lebensmonat

Paare: 30.000 Euro 22.086 Euro
Allein erziehend: 23.000 Euro 19.086 Euro

Ab dem siebten Lebensmonat wird die Einkommensgrenze neu berechnet. Hier darf das Jahresnettoeinkommen die folgende Beträge nicht überschreiten: Paare dürfen 16.500 Euro erarbeiten, bei Alleinerziehenden liegt die Grenze bei 13.500 Euro. Können Sie diese Einkommensgrenzen nicht einhalten, wird das Erziehungsgeld im Regelbetrag um 5,2 Prozent und im Budgetbetrag um 7,2 Prozent gekürzt. Die Obergrenzen für gemindertes Erziehungsgeld liegen bei Paaren bei 22.086 Euro sowie bei Alleinerziehenden bei 19.086 Euro pro Jahr.