Essattacken bei Bulimie

Essattacken bei Bulimie sind auf das starke Hungern zurückzuführen, das sich irgendwann in Heißhunger und unkontrolliertem Verzehr von Lebensmitteln rächt.


Essattacken bei Bulimie zeichnen sich durch ein sehr schnelles, übermäßiges Essen aus. Teilweise haben die Betroffenen nicht einmal ein Hungergefühl. Bevorzugt wird dabei kalorien- und fettreiche Nahrung, beispielsweise Sahnetorten, Kartoffelchips oder Schokolade. Die Betroffenen essen aus Scham oft allein und isolieren sich von der Gesellschaft. Selbst das Einkaufen der Lebensmittel wird zu Tortur, da es ihnen peinlich ist, dabei gesehen zu werden. Sie wechseln häufig die Geschäfte und versuchen unerkannt zu bleiben. Betroffene verlieren die Kontrolle während des Essens. Es wird heruntergeschlungen, was sich in Griffweite befindet. Die Nahrung wird weder gekaut noch geschmeckt. Ein Genießen der Mahlzeit, die sich teilweise solange hinzieht, bis keine Lebensmittel mehr im Haus sind, ist nicht möglich. Die Essattacken werden hinterher sofort bereut und als große Niederlage empfunden. Daraufhin erbrechen sich die Betroffenen, um den aufgenommenen Kalorien entgegenzuwirken. Häufig werden auch Abführmittel verwendet. Bulimiker ekeln sich nach einer Essattacke vor sich selbst. Sie fühlen sich schuldig und bereuen den Kontrollverlust, was die Essattacken bei Bulimie noch häufiger und heftiger stattfinden lässt. Die Angst übergewichtig zu werden und die Scham über den regelmäßigen Kontrollverlust des Essverhaltens verstärkt die Krankheit zusätzlich. Die Erkrankten suchen häufig keine Hilfe und durch die selbst gewählte Isolation ist es für Außenstehende schwer die Krankheit zu erkennen, um Hilfe anbieten zu können.