Essstörungen: Verhaltenstherapie

In der Verhaltenstherapie bei Essstörungen werden Informationen rund um das Thema Essen und Ernährung gegeben. In Therapie Kochkursen sollen die Patienten wieder an ein normales Essverhalten gewöhnt werden.


Die Verhaltenstherapie bei Essstörungen zielt auf die Normalisierung des Essverhaltens ab, indem über gesunde Ernährung informiert und ein korrekter Umgang mit Essen, sowie richtiges Verhalten während einer Mahlzeit vermittelt werden. Kochkurse, in denen Essgestörten langsam an ein gesundes, ausgewogenes Essverhalten herangeführt werden, sind integraler Bestandteil jeder Therapie bei Essstörungen. Nach dem Zubereiten der Mahlzeiten wird gemeinsam gegessen, wobei das Genießen der Mahlzeit in den Vordergrund gestellt wird. In einer guten Atmosphäre ohne Streitigkeiten soll das Essen wieder Spaß machen. Um Heißhungerattacken vorzubeugen, muss der Serotoninspiegel im Gehirn konstant gehalten werden. Dieses kann durch die Verteilung von mehreren, kleinen Mahlzeiten über den Tag hinweg erreicht werden. Dieses Verhalten muss von den Patienten meist mühsam wieder erlernt werden. Viele Betroffene von Essstörungen, vor allen Dingen Magersüchtige, haben im Laufe der Zeit Rituale im Essverhalten, wie das Zerteilen der Nahrung in winzig klein Stücke, etabliert. Diese Angewohnheiten sollen in der Verhaltenstherapie abtrainiert werden.