Essstörungen vorbeugen ist schwierig, da viele unterschiedliche Faktoren bei der Entstehung beteiligt sind. Eltern sollten ihren Kindern ein gesundes Essverhalten beibringen. Es ist für das spätere Leben wichtig, bereits im Kindesalter an gesunde Nahrungsmittel gewöhnt zu werden und einen festen Ablauf bei den Mahlzeiten kennen zu lernen. Es wird empfohlen, die Mahlzeiten regelmäßig zu festen Zeiten und in Ruhe, das heißt, ohne Fernsehen oder Streit, am Esstisch zu sich zu nehmen. Auch sollte man wenigstens eine Mahlzeit am Tag gemeinsam mit der Familie genießen. Zwingen Sie ein Kind nicht aufzuessen, obwohl es keinen Hunger hat oder es das Essen nicht mag. Weiterhin kann ein starkes Selbstbewusstsein vor Essstörungen schützen. Versuchen Sie, der Werbung und den Medien allgemein kritisch gegenüber zu stehen. Auch Ihr Kind sollte lernen, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Verdacht auf Essstörung
Sollte der Verdacht aufkommen, dass man selbst an einer Essstörung leidet, sei es, weil man auf einmal sehr viel zu- oder sehr viel abgenommen hat oder merkt, dass man oft aus Langeweile oder Frust isst, dann ist es besser, sich Hilfe zu suchen. Man kann mit anderen Leuten über die Essgewohnheiten sprechen, sich im Internet informieren oder den Arzt um Rat fragen. Die Devise lautet: lieber einmal „zu viel“ um Hilfe ersucht, obwohl man nicht in Gefahr ist, an einer Essstörung zu erkranken, als einmal zu wenig. Denn Vorsorgen ist besser als Nachsorgen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine nahestehende Person an einer Essstörung leidet, sollten Sie diese behutsam darauf ansprechen und nach und nach gemeinsam einen Hilfeplan erstellen, der zum Beispiel Arzttermine oder Verabredungen zu festgelegten Mahlzeiten enthält.