Ewige Ruhe im Grünen: Die Baum-Bestattung

Inmitten der Natur seine letzte Ruhestätte finden - mithilfe der Baum-Bestattung ist das möglich.


Nicht auf einem klassischen Friedhof, sondern inmitten von unberührter Natur begraben zu werden ist erst seit den 1990er Jahren möglich. Bei einer Baumbestattung wird die Asche des Menschen zu den Wurzeln eines Baumes in die Erde gesetzt. Die Totenasche kann sich so mit dem Erdreich vermischen, die Urne ist organisch und biologisch abbaubar, so wird man nach seinem Tod ein Teil der Natur. Eine klassische Erdbestattung ist nicht möglich. Wünscht man sich eine Baumbestattung, sollte man eine Bestattungsverfügung verfassen, um sicherzustellen, dass der letzte Wille erfüllt wird.

Viele Vorteile

  • Für Naturfreunde ist diese Art der Bestattung besonders interessant. Wer mag, kann sich bereits vor seinem Ableben einen Baum aussuchen, unter dem er gern begraben werden will. Für die Angehörigen ist diese Art der Bestattung ebenfalls von Vorteil: Die Ruhestätte muss nicht gepflegt werden, dennoch haben Angehörige einen konkreten Ort, um zu trauern. 
  • Eine Plakette am Baum erinnert an den Toten. Blumen, Gestecke und Kränze sind hier eher nicht gewünscht, es gibt jedoch meist die Möglichkeit, eine einzelne Blume in die Urnenöffnung zu geben. 

Verschiedene Lösungen

  • Eine Baumbestattung kostet etwa 750 Euro, kann aber auch das Vielfache kosten. Abhängig ist der Preis davon, welchen Baum man wählt. So hat man die Wahl zwischen einem Gemeinschaftsbaum, an dem etwa zehn Menschen ihre letzte Ruhestätte finden. Dieser ist günstiger als ein Einzel- oder Familienbaum. Der Baum ist entweder bereits vorhanden oder wird gepflanzt. Der Preis ist außerdem abhängig von Art, Größe und Lage des Baumes. 
  • Eine Baumbestattung ist entweder auf dem Friedhof oder in einem Wald, der zum Friedhof umgewidmet wurde, möglich, nicht aber in einem normalen Wald oder auf einem Privatgrundstück. Dies hat mit dem sogenannten Friedhofszwang zu tun, der verbietet, dass die sterblichen Überreste an einem anderen Ort als einem Friedhof aufbewahrt werden. Die Nutzungszeit beträgt in den meisten Fällen 99 Jahre. Weitere Kosten fallen nicht an. 

Baumbestattung und die Kirche

  • Kirchen sprechen sich gegen die Baumbestattung aus, da sie nicht die Idee unterstützen, dass aus der Asche neues Leben erwächst. Auch die Idee, dass der Baum als Begleiter fungiert, unterstützt die Kirche nicht. 
  • Die  katholische und die evangelische Kirche haben deshalb einige Kriterien aufgestellt. Diese müssen bei einer Baumbestattung erfüllt werden.