Viele Arbeitnehmer sind mit ihrer derzeitigen beruflichen Situation unzufrieden: zu lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung und die soziale Kompetenz des Chefs ist auch alles andere als optimal. Wie einfach wäre es da doch, wenn man sein eigener Chef wäre, morgens lange ausschlafen und seine Arbeitseinteilung selbst bestimmen könnte? Doch ganz so leicht ist eine Existenzgründung nicht, es müssen komplexe Businesspläne erstellt, Fördermittel beantragt und die Finanzierung geklärt werden. Und das mit dem lange Ausschlafen hat sich sowieso erledigt, wenn es um das nackte Überleben geht.
Existenzgründung Beratung: Businessplan erstellen
Wenn man eine brilliante Geschäftsidee hat, geht es zunächst darum, einen Businessplan zu verfassen. Dieser ist zwar später die Grundlage für Finanzierung und Fördermittel, jedoch sollte er auch als Ausgangspunkt der eigenen Planung dienen. Er gibt einem die Möglichkeit, alle Schritte genau durchzuspielen und sicherzustellen, dass nichts Wesentliches übersehen wird. Auch Schwächen im Geschäftskonzept lassen sich so leichter erkennen.
Strukturelle und formale Regeln sollten unbedingt eingehalten werden, dazu reicht es nicht aus, einfach einen Muster-Businessplan auszufüllen. Neben einem Inhaltsverzeichnis und den Kontaktdaten gehören zu einem Geschäftsplan eine umfassende Darstellung der geplanten Finanzierung, eine Marktanalyse, Ziele, wie das Marketing umgesetzt werden soll, die Präsentation der eigentlichen Geschäftsidee und Hintergrunddaten. Hierbei müssen alle Aspekte gleichrangig behandelt werden, wenn Sie sich mit dem Marketing nicht so gut auskennen, sollten Sie sich kompetente Unterstützung holen. Fehler oder fehlende Inhalte wirken sich äußerst ungünstig auf das Wohlwollen der Bank aus. Ebenfalls schlechte Voraussetzungen für ein Okay von der Bank: schlecht recherchierte Daten, nicht genügend betriebswirtschaftliche oder kaufmännische Erfahrung, unrealistische Markteinschätzungen oder unglaubwürdiges Marketingkonzept.
Gründerseminare: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre lernen
Doch nicht jeder, der sein eigenes Unternehmen gründen will, verfügt über die nötigen Kenntnisse, um einen professionellen Businessplan zu erstellen. Sogenannte Gründerseminare schaffen hier Abhilfe; sie richten sich an solche Menschen, die sich Grundwissen aneignen möchten. In den zwei- bis dreitägigen Seminaren erfahren die Teilnehmer alle Informationen zur Buchhaltung, Vertragsrecht, Kalkulationen sowie der Finanzierung und dem Umgang mit den Banken. Weitere Inhalte können sein:
Zahreiche private Organisationen, Universitäten aber auch die IHK bieten solche Seminare an.
Existenzgründung Beratung: Fördermittel und Finanzierung
Verschiedene Fördermittel und -programme helfen Existenzgründern, das Eigenkapital zu sichern und den Lebensunterhalt in der Gründerphase sicherzustellen. So gibt es beispielsweise den Unternehmerkredit des Bundes oder die Meistergründungsprämie, die speziell für junge Handwerker vorgesehen ist. In den einzelnen Bundesländern gibt es darüber hinaus weitere Programme. In Bayern etwa kann man das Beteiligungskapital beantragen. Durch die bis zu 125.000 Euro soll das Eigenkapital gesichert werden. Die Rückzahlung erfolgt nach zehn Jahren.