Existenzgründung: Scheitern als Chance

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, sollte man nach einer gescheiterten Existenzgründung versuchen, die gemachten Fehler zu analysieren und aus ihnen zu lernen.


Es ist die geheime Furcht jedes Unternehmers – das Scheitern. Die Zahlen sind dabei tatsächlich nicht vielversprechend: Nur jeder dritte Neugründer schafft es, sein Unternehmen auf Dauer über Wasser zu halten. Ein Drittel der Firmenneugründungen geht in den ersten vier Jahren pleite, das andere Drittel in den darauffolgenden sechs Jahren. Trifft es Sie, sollten Sie jedoch nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern versuchen, konstruktiv mit der Lage umzugehen. Versuchen Sie, Ihre Fehler einzuordnen.

Wo liegen die Gründe?

  • Blinde Panik hilft Ihnen jetzt nicht weiter. Versuchen Sie stattdessen zu analysieren, woran es liegt, dass Ihre Geschäftsidee nicht aufgegangen ist. In den meisten Fällen liegt es an mangelnder Vorbereitung, an einem nicht ausreichenden Wissen über den Markt oder an überschätzten kaufmännischen Fähigkeiten. Möglicherweise haben Sie nicht genügend Hilfe angenommen, zum Beispiel von der Agentur für Arbeit oder der Handelskammer, und allgemein Ihre Fähigkeiten überschätzt.
  • Eine ungenaue Finanzplanung kann ebenfalls ein entscheidender Stolperstein sein. Möglicherweise haben Sie das benötigte Kapital unterschätzt. Ist nicht ausreichend Startkapital vorhanden, kann die Unternehmensplanung langfristig nicht funktionieren. Möglicherweise haben die Kunden den angebotenen Service nicht genutzt. Das kann am Preis oder an der Qualität liegen, vielleicht hat aber auch das Marketing die Kundschaft nicht erreicht.

Den Schritt erneut wagen

  • Merkt man, dass man scheitert, ist es sinnvoll, das Geschäft rechtzeitig aufzulösen. Je länger man wartet, desto größer wird der Schuldenberg. Statt an Ihrem Unternehmen zu hängen, sollten Sie stattdessen lieber Ihre Planung optimieren, um dann erneut den Schritt in die Existenzgründung zu wagen. Das ist kein Problem, da die Förderung des Staates bis zu 24 Monate nach der ersten Förderung noch ein zweites Mal beantragt werden kann.
  • Statt zu verzweifeln, sollten Sie an sich glauben und es ruhig noch einmal versuchen. Sie haben sicherlich aus Ihren Fehlern gelernt. Starten Sie mit Optimismus und Schwung erneut durch, denn oft ist der zweite Versuch der Existenzgründung von mehr Erfolg gekrönt! Denn nun weiß man, worauf man den Schwerpunkt legen muss. Die finanziellen Engpässe kann man mit diversen Sozialleistungen (siehe Sozialleistungen.de) überbrücken.