Externe HDD: USB unformatiert – Was tun?

Externe HDD USB Laufwerke lassen sich mit Bordmitteln von Windows sehr einfach formatieren und anschließend für viele Zwecke verwenden.


Externe HDD USB Laufwerke, wozu beispielsweise USB Sticks, SD Cards in USB Lesegeräten (Card Reader) oder USB Festplatten gezählt werden, sind als mobile Speichereinheiten sehr beliebt und aus dem Computeralltag heute nicht mehr wegzudenken. Der Begriff HDD oder Flash Drive kommt aus dem Englischen und steht für Hard Disk Drive, USB bezeichnet die Schnittstelle, über die diese praktischen und mobilen Datenträger angeschlossen werden können. Bevor man diese kleinen Helfer jedoch verwenden kann, muss darauf ein Verwaltungssystem für die künftigen Dateien installiert werden. Diesen Vorgang nennt man Formatieren.

Der einfachste Weg, ein Flash Laufwerk zu formatieren
Egal welches Speichervermögen das Flash Laufwerk besitzt, bevor das Betriebssystem eines Computers die externe HDD USB Einheit erkennt, muss dieses formatiert und partitioniert sein. Wenn dies nicht bereits ab Werk geschehen ist, wird man von Windows bereits beim Anstecken am USB Anschluss darauf aufmerksam gemacht. In den meisten Fällen gelingt dies ganz einfach, indem man im Explorer das Laufwerk mit der rechten Maustaste anklickt, und aus dem Kontextmenü den Eintrag "Formatieren" auswählt. Das nachfolgende neue Fenster zeigt die Auswahlfelder "Speicherkapazität", "Dateisystem", "Größe der Zuordnungseinheiten" und "Volumenbezeichnung", weiter unten sind dann noch einige Optionen auswählbar. Ganz wichtig ist es, auch wirklich das richtige Laufwerk auszuwählen, denn der externe HDD USB Speicherinhalt wird beim Formatieren vollständig gelöscht, und alle darauf vorhandenen Daten sind danach unwiederbringlich verloren.
Bei der Wahl des Dateisystems ist FAT32 die beste, weil universelle Lösung, aber man kann sich natürlich auch für NTFS oder das noch neue und weniger verbreitete exFAT entscheiden. Bei "Größe der Zuordnungseinheiten" übernimmt man die Standardeinstellung und bei Volumenbezeichnung kann noch eine Bezeichnung für das externe HDD USB Laufwerk eingetragen werden. Bei den Formatierungsoptionen genügt in fast allen Anwendungsfällen die Schnellformatierung, nur wenn ein bootbarer Stick mit MS DOS erstellt werden soll, wird die entsprechende Option angehakt. Abschließend wird mit "Starten" die Formatierung in Gang gesetzt, der erfolgreiche Abschluss des Vorganges wird schon nach kurzer Zeit mit einer entsprechenden Meldung quittiert.

Wie können Probleme beim Formatieren gelöst werden?
Mitunter erscheint nach dem Start des Formatierungsvorganges eine Fehlermeldung, weil zum Beispiel ein anderes Programm gerade auf das externe HDD USB zugreift und das windowseigene Formatierungswerkzeug blockiert. In diesen Fällen sollte man versuchen, das Formatieren nach einem Systemneustart zu wiederholen, oder ein Freistellungstool wie "Unlocker" anwenden. Ein alternatives und sehr gutes Formatierungswerkzeug ist das "HP USB Storage Tool", welches zusätzliche Optionen bietet, und besonders für die Formatierung von bootbaren USB Sticks unverzichtbar ist. Aber auch eine Linux Live CD mit Ubuntu oder Knoppix ist sehr gut verwendbar. Sollte sich das externe HDD USB Laufwerk fortdauernd und hartnäckig einer Formatierung widersetzen, kann diese mit einigen Spezialtools auch erzwungen werden, wie zum Beispiel mit dem Programm "SDFormatter. Im Internet sind viele weitere Programme, Tools und Anleitungen zum normalen oder speziellen Low-Level Formatieren, zum Anlegen einer oder mehrerer Partitionen, zum vollständigen Löschen oder Überprüfen aller Speichereinheiten, zu finden. Zum Abschluss noch ein wichtiger Tipp: Das externe HDD USB Laufwerk niemals vom Rechner abziehen, wenn noch Daten getauscht werden, um einer Beschädigung vorzubeugen.