Fadenalgen im Teich

Jeder Teichbesitzer fürchtet sie: Fadenalgen im Teich. Dabei können Sie vorbeugen, um Algen zu vermeiden oder zumindest Maßnahmen ergreifen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten können.


Ein Teich im eigenen Garten lässt ein Stück Natur hinein. Das Plätschern des Wassers und die Sicht auf schöne Blumen und Fische geben jeden Gartenteichliebhaber Freude und Entspannung. Doch was ist, wenn die Sicht getrübt wird und der Teich nur noch als moderiges Etwas erscheint? Das Algenwachstum in Gewässern gehört zur normalen Flora, doch nimmt dies übermäßige Ausmaße an, kann es nicht nur optisch zur richtigen Plage werden, sondern auch das Leben der Fische durch Sauerstoffmangel gefährden. Ein Ungleichgewicht im Ökosystem des Teiches ist oftmals der Grund.

Allgemein
Algen gedeihen besonders gut im nährstoffreichen, warmen Wasser, dass zu dem alkalisch und gut besonnt ist. Hierbei lassen sich zwei besonders häufig vorkommende Algen unterscheiden. Schwebalgen sind Einzeller, die sich verteilt im Wasser befinden. Sie trüben das Wasser zudem in einen grünlichen Ton.
Fadenalgen bilden an der Oberfläche des Wassers ein watteartiges, grünes Geflecht oder strömen als braune Fäden durch das Wasser. Abgestorbene Algen bilden am Grund Faulschlamm und führen zu Sauerstoffmangel und unangenehmer Geruchsbildung.

Fadenalgen im Teich vorbeugen
Um vorbeugend zu reagieren, bedarf es einer guten Planung.

  1. Sie sollten den Teich so groß wie nur möglich anlegen, um ein biologisches Gleichgewicht herzustellen. Zudem können sich dann die Algen nicht explosionsartig vermehren.
  2. Ihr Teich sollte in verschiedene Stufen eingeteilt sein, sodass viele verschiedene Pflanzen in den Teich angesiedelt werden können, die das ökologische Gleichgewicht stützen und halten. Verschiedene Zonen sind Sumpfzone, Flachwasser und Tiefenwasser.
  3. Die beste Wasserqualität bietet Brunnen- oder Regenwasser. Es sollte kalk- und nährstoffarm sowie neutral bis sauer sein. Leitungswasser ist aus diesem Grund nicht unbedingt geeignet beziehungsweise sollte dementsprechend aufgebessert werden.
  4. Die Wasseroberfläche des Teiches muss beschattet werden, da Algen Licht zum Wachsen brauchen. Hierzu eignen sich Bäume, die jedoch nicht den gesamten Teich abdecken sollten, da einige Teichpflanzen Sonnenlicht brauchen. Zudem muss in diesem Fall ein Laubnetz angebracht werden, das abfallende Blätter darin hindert in den Teich zu fallen, da diese wieder Nährstoffe für die Algen bieten. Am besten eignen sich Seerosen für das Beschatten.
  5. Ein Drittel des Teiches sollten mit Wasserpflanzen versehen sein. Diese tragen zum Nährstoffentzug bei.
  6. Sande und Lehme bilden den besten Untergrund für Pflanzen und Teich.
  7. Fische dürfen nicht übermäßig gefüttert werden, da diese dann keine Algen mehr fressen. Zudem fördert das übriggebliebene Fischfutter wieder den Nährstoffgehalt des Wassers und somit das Algenwachstum.

Maßnahmen

  1. Fischen Sie die Algen ab.
  2. Ist der Ph-Wert und die Wasserhärte zu hoch, sollten sie einen Sack mit Weißlehm in den Teich legen, der dies neutralisiert.
  3. Stellen Sie die Pumpe an, die zu einer Durchmischung des Wassers führt. Das Algenwachstum wird durch die Bewegung reduziert, zudem braucht der Teich Sauerstoff.
  4. Bei großen Mengen an Fadenalgen im Teich kann auch eine Neubefüllung des Gartenteiches helfen.
  5. Im Notfall ist die Anwendung von algentötenden Mittel ratsam, die jedoch pflanzen- und tierunschädlich sein müssen sind.