Fahrtkosten in der Steuererklärung: so setzen Sie sie ab

Fahrtkosten in der Steuererklärung sind ein Zubrot des Finanzamtes zu den Aufwendungen für den Weg zur Arbeitsstätte.


Mit den Fahrtkosten in der Steuererklärung beteiligt der Arbeitnehmer das Finanzamt an seinen Aufwendungen für die tägliche Fahrt von seiner Wohnung zur Arbeitsstätte. Diese Kosten sind in der Sprache des Steuerrechts „Werbungskosten“. Zu denen zählen auch Dienst- und Berufskleidung sowie Arbeitsgeräte. In die Steuertabelle ist ein Pauschbetrag von 920 Euro eingearbeitet. Der soll rückwirkend zum 01. Januar 2011 auf 1.000 Euro erhöht werden. Übersteigen die Aufwendungen für Werbungskosten diese Pauschale, kann der Steuerbürger die Fahrtkosten in der Steuererklärung anmelden. Fahrtkosten in der Steuererklärung erkennt das Finanzamt mit 30 Cent je Kilometer der einfachen Entfernung zwischen der Wohnung des Steuerpflicthigen und seiner Arbeitsstätte an. Übersteigt diese Entfernung 14 Kilometer, lohnt es sich, die Fahrtkosten in der Steuererklärung anzumelden. Das Finanzamt geht davon aus, dass an 230 Tagen im Jahr gearbeitet wird. Dabei werden Sonnabende und Sonntage und der Urlaub abzogen.

Das Verfahren zur Anmeldung der Fahrkosten in der Steuererklärung
Viele Arbeitnehmer geben nicht gern eine Steuererklärung ab und bringen sich so um die Möglichkeit, Fahrtkosten in der Steuererklärung steuermindernd geltend machen zu können. Bei der Anmeldung der Fahrtkosten in der Steuererklärung kann nur der kürzeste Weg angegeben werden. Umstritten ist, ob ausnahmsweise auch ein längerer – aber schnellerer – Weg genommen werden darf. Wer ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt, kann als Fahrtkosten in der Steuererklärung die tatsächlichen Kosten geltend machen bis zu einer Höhe von 4.500 Euro. Grundsätzlich gilt dies auch für die Nutzung des eigenen Pkw. Fallen höhere Kosten an, muss der Steuerpflichtige ein Fahrtenbuch führe, wenn er Fahrtkosten in der Steuererklärung geltend machen will

Fahrtkosten in der Steuererklärung: Sonderregelungen bei wechselnden Einsatzstellen
Fahrtkosten in der Steuererklärung sind problematisch, wenn die Einsatzstelle wechselt. In diesem Falle erkennt das Finanzamt als Fahrtkosten in der Steuererklärung bis zu einer Entfernung von dreißig Kilometern den normalen Pauschbetrag an. Ist die Entfernung größer, kann der Arbeitnehmer als Fahrtkosten in der Steuererklärung die tatsächlich gefahrene Strecke – also Hin- und Rückweg – geltend machen. Gleiches gilt auch für Behinderte. Wem dieser Teil des Steuerrechts zu kompliziert ist, muss sich entweder eines Steuerberaters bedienen oder an seinen Sachbearbeiter im Finanzamt wenden. Für die Fahrtkosten in der Steuererklärung muss im Übrigen eine besondere Anlage abgegeben werden. Die Steuerverwaltung arbeitet daran, dass die Steuererklärung elektronisch erfolgt.