Fair Trade Kleidung: CCC - Die Kampagne für saubere Kleidung

Mit der Clean Clothes Campaign (CCC) sollen die Arbeitsbedingungen der Angestellten in der Bekleidungsindustrie ganz im Sinne von Fair Trade Kleidung weltweit verbessert werden.


Die internationalen Konzerne, egal ob es sich um Hersteller von Marken- oder No-Name-Produkten handelt, haben in vielen Fällen alles anderes als eine weiße Weste, was die Produktionsbedingungen und Arbeiterrechte anbetrifft. Je billiger ein Produkt, desto wahrscheinlicher sind Meschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen noch so grundsätzliche Arbeiterrechte. Ebenso leidet die Umwelt massiv an solchen Betrieben. Teurere Produkte bieten hingegen auch keinerlei Sicherheit, hinsichtlich dieser Dinge. Statt besseren Produktionsbedingungen bedeuten teure Textilien lediglich größere Profite und mehr Werbeaufwand. Doch gegen diese umwelt- und menschenverachtende Praxis kann man sich als Verbraucher durchaus wehren. Durch den bewussten Konsum sogenannter Fair Trade Kleidung werden nur solche Produzenten unterstützt, die bestimmte Produktionsbedingungen einhalten.

Die Clean-Clothes-Kampagne
Bei der Clean-Clothes-Kamapgne handelt es sich um die Kooperation vieler nichtstaatlicher Organisationen und Arbeitervereinigungen, die sich allesamt für bessere Arbeitsbedingungen in der internationalen Textil- und Bekleidungsbranche einsetzen. Die internationale CCC agiert dabei als Dachorganisation für viele nationale unabhängige Kampagnen in mittlerweile zwölf Ländern und koordiniert die internationale Zusammenarbeit aller nationalen Kampagnen. Die Gründung dieser Initiative erfolgte 1990 in den Niederlanden, nachdem die katastrophalen Arbeitsbedingungen der Zulieferbetriebe eines international beliebten Bekleidungsunternehmens bekannt wurden.

Die Arbeitsweise der CCC
Die CCC informiert sowohl als internationale Dachorganisation, als auch über die nationalen einzelnen Kampagnen in erster Linie Verbraucher über die Praktiken bestimmter Betriebe und Markenhersteller, verhandelt mit Unternehmen über Arbeitsbedingungen, führt öffentliche medienwirksame Kampagnen durch und unterstützt Arbeiterorganisationen in betroffenen Betrieben. Da die CCC auf nationaler, als auch internationaler Ebene von vielen menschenrechtlichen Organisationen und Gewerkschaften unterstützt wird, die eng mit Partnerorganisationen in den betroffenen Schwellen- und Entwicklungsebenen zusammenarbeiten, kann eine wirkungsvolle und kompetente Arbeit gewährleistet werden. So wird beispielsweise auch auf staatlich-kommunaler Ebene Druck ausgeübt, dass bei der Auswahl der Bekleidung für den öffentlichen Dienst ethische Aspekte zu beachten sind.

Der CCC-Kodex
Dieser Kodex enthält eine genaue Auflistung von Mindestarbeitsnormen, welche von Textilunternehmen selbstverpflichtend und freiwillig eingehalten werden sollen. Dies beinhaltet eine Kontrolle aller Zulieferbetriebe, Lizenz-Nehmer und Auftragsnehmer des Unternehmens. Der Inhalt enthält lediglich die Grundprinzipien fairer und ethisch vertretbarer Arbeitsbedingungen. Die konkrete Anwendung dieser Prinzipien der Fair Trade Kleidung muss von einer eigens gegründeten Organisation in jedem Unternehmen geschehen. Es sind Bestimmungen enthalten, wie ein Verbot von Diskriminierung, Zwangs- und Kinderarbeit, sowie Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen,als auch grundlegende Beschränkungen der Arbeitszeiten und Regelungen der Arbeitssicherheit und Gesundheit.